Der Zilpzalp hat einen unverkennbaren Gesang

Zilpzalp

Zilpzalp

Der Singvogel Zilpzalp ist besonders ein kleiner und zierlicher Vertreter der Grasmücken. Der Vogel ist an der Oberseite grünbraun gefärbt. Brust, Kehle und Flanken sind verwaschen gelb getönt, der Bauch ist weißlich. Der Zilpzalp hat einen spitzen, dünnen Schnabel und schwärzliche Beine. Der cremfarbene Überaugenstreif ist nicht sehr stark ausgeprägt. Beide Geschlechter ähneln sich im Gefieder. Ende März kehren die Zilpzalpe aus ihren Winterquartier zurück und können mit dem Fitis verwechselt werden. Anders als der ähnliche Fitis überwintert der Zilpzalp auch im Mittelmeerraum. Ebenso wie dieser baut er sein Nest am Boden, auch wenn man ihn bei der Nahrungssuche eher in höheren Bereichen von Büschen und Bäumen sieht.

Verbreitung

Der Zilpzalp (auch Weidenlaubsänger genannt) ist als Teilzieher in sechs Unterarten in Eurasien und Nordafrika heimisch. Die Sommervögel sind in weiten Teilen Europas vertreten. In den süd- und westlichen Europa sind sie sogar Jahresvögel. Den Winter verbringen die Zilpzalpe in Westeuropa, im Mittelmeerraum, in Afrika und im Himalaja.

Die Zilpzalpe sind sehr gesellig und den ganzen Tag über unterwegs, um in ihrer Umgebung nach Insekten zu suchen, die ihre bevorzugte Nahrung ist. Ab und zu erbeuten sie auch Mücken über Wasserflächen im Rüttelflug. Die Vögel wirken im Flug manchmal zögerlich, können aber relativ schnell fliegen.

Steckbrief Zilpzalp

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Überfamilie: Sylvioidea
  • Familie: Laubsängerartige (Phylloscopidae)
  • Gattung: Laubsänger (Phylloscopus)
  • Art: Zilpzalp
  • Wissenschaftlicher Name: Phylloscopus collybita
  • Größe: Körperlänge 10 bis 12 cm, das Gewicht 6 bis 10 Gramm.
  • Zilpzalp Gesang ist unverkennbar ein eintöniges „zilp-zalp-zelp-zilp-zalp“.

Fortpflanzung

  • Der Zilpzalp baut sich ein Kugelnest in Bodennähe im Gestrüpp oder im niedrigen Gezweig.
  • Er brütet in Wäldern, Parks und Gärten, bevorzugt in aufgelichteten Bereichen.
  • Das Nest hat einen seitlichen Eingang und besteht aus Halmen, Blättern, kleinen Wurzeln und Federn. Das Weibchen legt ab April 4 bis 7 weiße, braun gefleckte Eier ab. Die werden von ihr 13 bis 15 Tage bebrütet.
  • Die Jungvögel sind Nesthocker und fliegen nach 14 bis 16 Tage aus. Es können auch bis zu zwei Bruten im Jahr erfolgen.

Foto: Von Ronald van der Graaf – CC BY 2.0