Der Wiedehopf (Upupa epops)

Der Wiedehopf, beide Geschlechter sehen im Gefieder gleich aus.

Wiedehopf-Pärchen suchen Futter am Boden.

Der Wiedehopf ist von der europäischen Atlantikküste bis China verbreitet. Mit seinem langen Schnabel stochert der Vogel geschickt im Boden nach Insekten herum. Die Wiedehopfe halten sich lieber in wärmeren Gebieten auf und sind in …

Deutschland eher seltene Brutvögel. Zum Überwintern fliegt der europäische Wiedehopf nach Afrika in südliche Sahara. Von der „IUCN“ werden die Vögel als eine gefährdete Art eingestuft. In Deutschland ist der Wiedehopf vom Aussterben bedroht.

Wiedehopf Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Hornvögel und Hopfe (Bucerotiformes)
  • Familie: Wiedehopfe (Upupidae)
  • Gattung: Wiedehopfe (Upupa)
  • Art: Wiedehopf
  • Wissenschaftlicher Name: Upupa epops
  • Größe des Vogels 28 cm.
  • Beide Geschlechter haben ein orangebräunliches Gefieder.
  • Die Schwingen und der Schwanz sind schwarz weiß abgesetzt und quer gebändert.
  • Eine lange Haube, die der Wiedehopf aufrichten kann, hat schwarze Spitzen.
  • Der Schnabel ist lang gebogen.
  • Der Flug ist träge und wellenförmig, schmetterlingsartige Flügelbewegungen.
  • Wiedehopf Ruf Stimme ist ein dumpfes weit hörbares “pu-pu-pu”, auch verschiedene miauende Laute und ein nicht lauter schnatternder Alarmruf.
  • In Deutschland brüten noch etwa bis zu 450 Paare.
  • Wiedehopfe können ein Alter bis zu 11 Jahren erreichen.
  • Wiedehopf stinkt: Die Vögel entfernen im Nest nicht den Kot ihrer Jungvögel und um die Nisthöhle herum entsteht ein unerträglicher Gestank. Außerdem sondern die jungen Wiedehopfe, wenn sie ein Alter von etwa 10 Tagen erreichen und sich bedroht fühlen, ein stark übel riechendes Sekret ab. Das ist eine Abwehrstrategie und schreckt Feinde ab. Es ist nicht bekannt, dass ein Fressfeind wie die Katze, Marder oder Elster je eine Höhle von Wiedehopfen geplündert hat.

Vorkommen

  • Die Wiedehopfe lieben Lebensräume mit offenen Waldungen, Obstgärten und Parklandschaften.

Nahrung

  • Die Nahrungssuche der Vögel erfolgt hauptsächlich am Boden im freien Gelände. Sie ernähren sich von Insekten, Feldgrillen, Käfer und von verschiedenen Raupenarten, Regenwürmer, Asseln, auch Frösche und Eidechsen.

Fortpflanzung

  • Wiedehopfe bauen ein Nest in Höhlen, Halbhöhlen und in Mauernlöchern.
  • Die Höhlenbrüter beginnen in Mitteleuropa Ende April mit der Eiablage. Die Weibchen legen 5 bis 8 langovale Eier in das Nest.
  • Die Brutzeit beträgt 16 bis 18 Tage. Die Bebrütung beginnt mit der ersten Eiablage und die Jungen schlüpfen dementsprechend in Abständen hintereinander aus. Das Weibchen allein brütet die Eier aus.
  • Mit etwa 14 Tagen beginnen die Jungen und mit 24 bis 28 Tagen werden sie flügge. Danach werden sie noch ca. eine Woche weiter von beiden Altvögeln versorgt und alle bleiben noch weitere vier bis fünf Wochen zusammen.
  • Ab Mitte Juli verlassen die Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland und fliegen zum Überwintern nach Afrika.

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Foto: ccThésée-la-Romaine (Loir-et-Cher) – sybarite48