Der Waschbär (Procyon lotor)

Bei Gefahr flüchtet der Waschbär auf einen Baum und meidet deshalb das offene Gelände.

Waschbär bei der Futtersuche von Beeren überrascht.

Der Name “Waschbär” ist ein wenig irreführend, denn das kleine Tier ist etwas größer als ein Hauskater und ist mit dem großen echten Bären nur entfernt verwandt. Auch wäscht der kleine Kerl nicht regelmäßig seine Nahrung wie …

öfters behauptet wird. Der Waschbär verbringt immerhin so viel Zeit am Wasser, um seine Futterbrocken anzufeuchten, sie hin und her zu wenden, bevor er sie genussvoll zerkaut. Der Waschbär verfügt über einen hoch entwickelten Tastsinn und für seine nächtlichen Reviergänge bevorzugt er Flussufer, um nach Fressbaren zu suchen. Dank einer reflektierenden Schicht im Auge (Tapetum lucidum genannt), erhöht die Nachtsichtigkeit.

In Deutschland wurden von Forstmeister Berlepsch im Jahr 1934 zwei trächtige Waschbärpärchen in freier Wildbahn ausgesetzt. Auch sind weiterhin noch etliche Waschbären aus den Pelztierzuchtfarmen entkommen. Heute hat sich der Waschbär prächtig vermehrt und ist in vielen Bundesländern ansässig geworden.

Der Waschbär Steckbrief

Ein seltener Albino Waschbär.

Ein seltener Albino Waschbär.

Systematik
– Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
– Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
– Marderverwandte (Musteloidea)
– Familie: Kleinbären (Procyonidae)
– Gattung: Waschbären (Procyon)
– Art: Waschbär
– Größe Waschbär: Körperlänge ca. zwischen 41 bis 71 cm, Gewicht ca. zwischen 3,9 bis 9,0 kg, Schwanzlänge 20 bis 30 cm
– hat eine markante schwarze Gesichtsmaske und ein ausgeprägtes haptisches Wahrnehmungsvermögen der Vorderpfoten
– der Waschbär gilt als keine gefährdete Art und ist nicht auf der Roten Liste aufgeführt
– der Waschbär kann in freier Wildbahn ein Alter von ca. 12 Jahren erreichen
Vorkommen/ Lebensraum Waschbär
– ursprünglich ist die Heimat der Waschbären Nord- und Mittelamerika, Südkanada, USA, Mexiko bis Costa Rica
– die Raubtirere leben gerne in der Nähe von Gewässern, in Laubmischwälder, in Vorstädten und Parks
– der nachtaktive Waschbär ist ein guter Kletterer und Schwimmer und hält keinen Winterschlaf ab
Nahrung Waschbär
– der Allesfresser frisst tierische als auch pflanzliche Kost
– Frösche, Fische, Würmer, Vögel, Eier, Schnecken, Kleinsäuger, Obst, Beeren und Nüsse

Der Waschbär Steckbrief

Zwei Junge Waschbären vor der Wurfhöhle.

Fortpflanzung Waschbär
– Waschbären paaren sich zumeist im Februar
– die Tragzeit der Weibchen beträgt ca. 65 Tage
– 3 bis 5 Jungtiere werden geboren (Größe 10 cm, Geburtsgewicht 65 bis 75 g)
– die Welpen kommen blind zur Welt mit gelben Flaum bedeckt, nach zwei bis drei Wochen öffnen sie die Augen
– einen Monat lang werden die Jungen nur gesäugt
– im Alter von sechs bis neun Wochen verlassen die Welpen erstmals die Wurfhöhle
– im Herbst erfolgt allmählich die Trennung von der Mutter
– Feinde der Waschbären sind der Wolf, Luchs, Fuchs, Uhu und häufig verlieren sie ihr Leben bei Verkehrsunfällen

Eine ganze Familie Waschbären auf Futtersuche.

Eine ganze Familie Waschbären auf Futtersuche.

Wasservögel: Nilgans Steckbrief
Australische Tiere: Koala Steckbrief

1. Foto: ccWASCHBAER – 64GRAD
2. Foto: cc – Knut (ja, der heißt wirklich so) – von Huhnbeauftragter
3. Foto: ccWaschbären – Gunnar Ries zwo
4. Foto: cc – Raccoons – von Melissa McMasters