Der Steinmarder (Martes foina)

Der steinmarder ist außerhalb der Ranzzeit ein Einzelgänger.

Der Steinmarder nagt gerne die Gummiteile im Motorraum von Autos an und ist deshalb nicht beliebt.

Der Steinmarder wird auch Hausmarder genannt, weil er sich gerne auf den Dachböden von Menschen aufhält. Das Raubtier gehört zur Familie der Marder (Mustelidae). Identifizieren kann man den Steinmarder gut an …

seinem weißen Kehlsack.

Ein zahmer Jung-Steinmarder auf dem Rücken seines Pflegers.

Ein zahmer Jung-Steinmarder auf dem Rücken seines Pflegers.Steckbrief Steinmarder

Systematik
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
– Marderverwandte (Musteloidea)
– Familie: Marder (Mustelidae)
– Unterfamilie: Martinae
– Gattung: Echte Marder (Martes)
Art: Steinmarder
– Ordnung Raubtiere Carnivora), zu den Mardern gehört auch der Fischotter, Dachs, Iltis, Wiesel und das Vielfraß
– das Männchen erreicht eine Länge von 70 bis 90 cm (inklusiv buschige Schwanzlänge von 30 cm), Gewicht ca. 1700 bis 2400 Gramm
– das Weibchen erreicht eine Länge von ca. 60 bis 75 cm (inklusiv Schwanzlänge von 25 cm), Gewicht 1000 bis 1500 Gramm
– Steinmarder sind bräunlich gefärbt, die Fußsohlen sind behaart
– der Steinmarder hat eine weiße Brust, er kann gewaltige Sprünge bis zu zwei Meter machen

Verbreitung/Lebensraum Steinmarder
– er kommt in weiten Teilen Eurasiens vor
– der Steinmarder ist kein ständiger Waldbewohner, er bevorzugt mehr offenes oft felsiges Gelände und ist in Gebirgen bis zu 4000 Meter Seehöhe anzutreffen, er ist dämmerungs- und nachtaktiv
– er ist ein Kulturfolger und hält sich gerne in menschlichen Siedlungen auf (Scheunen, Dachböden, Parkanlagen, Steinhaufen)
– der Steinmarder ist auch ein Automarder, der gerne Gummiteile im Motorraum anknappert
– Steinmarder können ein durchschnittliches Alter von ca. 3 bis 5 Jahren erreichen, im Höchstfall 10 Jahre
– die Schonzeit in Deutschland ist vom 28. Februar bis zum 16. Oktober

Nahrung Steinmarder
– Vögel und deren Eier, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien, Insekten, Aas, Obst, Nüsse, Beeren
Fortpflanzung Steinmarder
– die Paarungszeit (Ranz) findet im Juni bis August statt,
– durch Keimruhe (ca. 7 bis 8 Monate) bringt das Weibchen die Steinmarder Jungen erst im darauf folgenden Jahr im März/April zur Welt
– die eigentliche Tragzeit beträgt 1 Monat
– die Wurfgröße liegt im Normalfall bei 2 bis 5 Jungtieren, die Neugeborenen sind blind und nackt
– im Herbst erreichen die Jungtiere ihre Selbständigkeit und geschlechtsreif werden sie mit 15 bis 27 Monaten

Foto1 ccautomarder – trepelu
Foto2 cc – Unbenannt – Klemen Robnik