Der Sperber

Sperber mach jagt auf einen Eichelhäher.

Sperber stürzt sich auf einen Eichelhäher.

Der Sperber (Accipiter nisus) gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Der Greifvogel jagt blitzschnell und oft im Tiefflug über dem Boden seiner Beute hinterher. Sperber sind kleine Greifvögel. Im Winter sieht man den Vogel oft an den Futterstellen, wenn er Kleinvögel jagt, die er zum Überleben braucht. Der Sperber ist ein naher Verwandter vom Habicht und von beiden Arten sind die Weibchen größer als die Männchen. Das größere Weibchen kann einen Vogel bis zur Größe einer Elster schlagen. Die Männchen schlagen Vögel bis zur Größe einer Amsel.

Bei der Jagd fliegt der gewandte Greifvogel dicht über Hecken oder durch den Wald. Aus dem Flug heraus stürzt er sich auf kleine Vögel und Säugetiere. Der normale Flug wechselt zwischen wenigen, schnellen Flügelschlägen und längeren Gleitstrecken. Im Flugbild sind die Vögel von anderen kleinen Greifvögeln durch kurze, runde Flügel und langen Schwanz zu unterscheiden.

Was ist der Unterschied von Habicht und Sperber?

Der Sperber ist mit dem Habicht eng verwandt. Der Unterschied zwischen beiden Arten besteht darin, dass der Habicht wesentlich größer ist und auch auf größere Beutetiere Jagd macht.

Wie hört sich der Sperber Ruf an?

Der Sperber Ruf zur Brutzeit ist ein lautes, rasch aufeinander folgendes „kik-kik-kik“, „ki-ou“, „kiu“ usw.

 

Der Sperber-Altvogel füttert seine Küken.

Ein Altvogel füttert seine Küken.

Steckbrief Sperber

  • Wissenschaftlicher Name: Accipiter nisus
  • Das Sperber-Weibchen hat eine Größe von 40 Zentimeter und ist so groß wie eine Ringeltaube.
  • Das Männchen dagegen misst 30 Zentimeter und ist so groß wie eine Türkentaube.
  • Die Raubvögel erreichen ein Gewicht bis zu 320 Gramm.
  • Bei erwachsenen Vögel ist die Unterseite eng gebändert und die langen Beine sind gelb.
  • Das Männchen ist oben dunkel schiefergrau mit rostfarbenen Wangen und weißlichem Fleck im Nacken. Unten eng mit rostbraun quergebändert. Der Schwanz ist kräftig grau und dunkel gebändert.
  • Das Sperber-Weibchen ist oben schwärzlich braun, mit weißem Streif über und hinter dem Auge. Die Unterseite ist eng mit dunkelbraun quergebändert. Die Greifvögel sind eine einheimische Vogelart. Sie überwintern in ihrem Brutgebiet.

Nahrung

Die Vogeljäger jagen Amseln, Meisen, Sperlinge und andere Singvögel. Gelegentlich kleine Säuger wie Mäuse, Ratten und kleine Reptilien. Die größeren Weibchen schlagen auch Taubenarten (z.B. Felsentauben, Brieftauben, Haustauben).

Fortpflanzung

Das Sperber-Pärchen paart sich in Mitteleuropa im März bis Ende April. Die Greifvögel legen ihre Nester gerne in Stammnähe von Nadelbäumen in Astgabeln an. Da Nestmaterial besteht aus Ästen und Reisig. Die Weibchen legen 4 bis 6 weiße, dunkel gesprenkelte Eier ins Nest hinein. Nach einer Brutzeit zwischen ca. 32 bis 35 Tage schlüpfen die Küken aus. Die erste Zeit bleibt das Weibchen bei den Jungvögeln und das Männchen schafft Futter heran. Die Nestlingszeit beträgt von 28 und 32 Tage. Haben die Jungen ihre Flugfähigkeit erreicht, bleiben sie noch einen Monat in Nähe des Horstes.

Sperber jagen ihre Beutetiere überwiegend aus dem bodennahen Flug oder vom Ansitz aus in einem kurzen, schnellen Verfolgungsflug.

Die Beutetiere werden aus dem bodennahen Flug oder vom Ansitz aus in einem kurzen, schnellen Verfolgungsflug gejagt. Tauben werden eher selten geschlagen.

Haie: Zitronenhai
Großes Wiesel: Hermelin
Raubtiere: Steckbrief Dachs

1. Foto: ccEurasian Sparrowhawk (Accipiter nisus) – von Hans Gälldin
2. Foto: cc – sparviere_accipiter_nisus_sparrowhawk_sperber_gavilan_comun_epevier (3) – von Paolo Taranto
3. Foto: cc – Eurasian Sparrowhawk 44 (Accipiter nisus) – von Bengt Holm