Der Rotmilan (Milvus milvus)

Der Rot Milan ein Raubvogel, der auch Aas frisst.

Zwei Rotmilane ruhen sich auf einem Baum aus.

Der Rotmilan ist unter den Namen Gabelweihe oder Königsweihe bekannt. Der Greifvogel ist größer als ein Bussard. Sein naher Verwandter ist der Schwarzmilan, der etwas kleiner ist. In der Luft erkennt man den Rotmilan an den …

langen Flügeln und den langen halbgefächerten Schwanz. In Mitteleuropa ist die Gabelweihe von März bis Oktober zu sehen. Sie belästigt gerne andere Raubvögel, sogar Fischadler, Habichte und Wanderfalken. um ihnen die Beute abzunehmen.

Der Rotmilan Steckbrief

Rotmilan hat kleine Beute im Visier.

Rotmilan hat kleine Beute im Visier.

Systematik
– Klasse: Vögel (Aves)
– Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
– Familie: Habichtartige (Accipitridae)
– Gattung: Milane (Milvus)
– Art: Rotmilan
– Familie der Habichtartigen (Accipitridae)
– die Größe/Körperlänge variiert ca. zwischen 61 und 73 cm, wobei zwischen 31 bis 39 cm auf den Stoß entfallen, Gewicht Männchen ca. bis zu 1,1 kg (durchschnittlich 0,92 kg), Gewicht Weibchen bis zu 1,4 kg (durchschnittlich 1,05 kg)
– der Rotmilan ist leicht erkenntlich an den langen, tief gegabelten rotbraunen Schwanz, an den schmalen, stark gewinkelten Flügeln mit großen weißlichen Flecken auf der Unterseite der schwarzen Handschwingen, an der rotbraunen Oberseite mit hellen Federsäumen, an der dunkel gestreiften Unterseite und dem gestreiften weißlichen Kopf
– beide Geschlechter ähneln sich
– Ruf/Stimme Rotmilan ist ein hohes bussardähnlich miauendes “hi-hi-hiä”
Vorkommen Rotmilan
– gewöhnlich in bewaldeten Hügeln, auch im Tiefland und offenen Gelände mit vereinzelten Bäumen, der Greifvogel nistet auf Bäumen und nimmt auch alte Krähennester an

Im Flug kann man den gegabelten Stoß der Königsweihe gut erkennen.

Flugbild Rotmilan (Gabelweihe), die Greifvögel sind akustisch weniger auffällig als Schwarzmilane.

Nahrung Rotmilan
– während der Brutzeit werden als Hauptnahrung kleine Säugetiere und Singvögel gejagt, Rabenvögel, Tauben, Fische, Reptilien und Amphibien, auch Aas und tierische Abfälle

Zwei Jungvögel (Rotmilane) im Nest.

Zwei Jungvögel (Schwarzmilane) im Nest.

Fortpflanzung Rotmilan
– das Gelege besteht meistens aus drei Eiern, die ca. 60 g wiegen (selten zwei oder vier)
– der Legebeginn findet in Mitteleuropa ca. Ende März bis Mai statt (eine Jahresbrut)
– Brutdauer ca. 32 bis 33 Tage und fast ausschließlich brütet nur das Weibchen die Eier aus
– die ersten zwei bis drei Wochen bleibt das Weibchen ständig bei den Jungvögeln und hudert, das Männchen schafft Nahrung herbei, später schaffen beide Altvögel Futter heran
– die Nestlingszeit beträgt zwischen 48 bis 54 Tage
– die Geschlechtsreife erlangen die Greifvögel im 2. Oder 3. Lebensjahr
– oft grenzen die Reviere der Rotmilane dort an, wo auch Seeadler, Fischadler oder Habichte ihre Reviere haben

Hier versucht der Rotmilan den Raben seinen gefundenen Futterhappen abzujagen.

Hier versucht der Rotmilan den Raben seinen gefundenen Futterhappen abzujagen.

Greifvögel: Rohrweihe Steckbrief
Singvögel in Europa: Der Gartenbaumläufer
Spechtvögel: Der Mittelspecht Steckbrief

1. Foto: ccRotmilane, Meyerode, Ostbelgien – Frank.Vassen
2. Foto: cc – Red Kite (Milvus milvus) – von Adam Walters
3. Foto: cc – Rotmilan – baerchen57
4. Foto: cc – Black Kites – von Paul Voskamp
5. Foto. cc – Kite – Milvus milvus and Raven – Corvus corax – von Wayne Davies