Der Papageitaucher ein komisch aussehender Vogel

Ein Pärchen Papageitaucher kommen sich näher.

Ein Pärchen Papageitaucher kommt sich näher.

Der Papageitaucher (Fratercula arctica) wird auch See-Papagei genannt. Er ist ein auffallender Küstenvögel mit einem großen, seitlich abgeflachten roten Schnabel. Der Meeresvogel ist ein tüchtiger Fischfänger. Er kommt regelmäßig mit ….

mehreren kleinen Fischchen, die er quer im Schnabel hält, zu seinem Standquartier auf den Klippen und in den Erdhöhlen zurück. Die vielfältigen Streifen auf dem Schnabel des Papageitauchers bilden sich nur zur Brutzeit aus, wenn sich Hunderte von Paaren versammeln, um in Höhlen zu nisten. Die Höhlen haben sich die Seevögel im weichen Boden an Steilküsten und auf Inseln selber gegraben. Gleichzeitig wechselt auch die Farbe ihrer Füße von Blasgelb zu einem leuchtenden Orange.

Papageitaucher Besonderheiten

Wie alle Angehörigen der Familie der Alken fühlen Papageitaucher sich im Wasser wohler als an Land. Sie haben ein wasserabweisendes Gefieder, einen stromlinienförmigen Körper und kurze Flügel, die sie in der Lage versetzen, unter Wasser schwimmend Fische zu jagen. Der größte Feind des kleinen Papageitauchers ist die Mantelmöwe, die ihn im Flug fangen kann. An den Felsküsten Großbritanniens, Islands, der Färöer-Inseln, Norwegens und Alaskas gibt es große Kolonien von Papageitauchern. Es macht Spaß den Vögeln beim Landen zuzusehen. Sie benutzen dabei ihre Beine als Ruder, da sie so gut wie keinen Schwanz haben, mit dem sie steuern könnten.

Einige der größten Seevogelkolonien der nördlichen Halkugel finden sich auf felsigen Inseln, die der kanadischen Atlantikküste vorgelagert sind. Hier brüten nicht nur der Papageitaucher, sondern auch Trottellummen. Zu den großartigsten Schauspielen, die unsere Erde dem Vogelfreund zu bieten hat, gehören die atemberaubenden steilen Klippen der Insel Bonaventure vor der Ostspitze der Gaspé-Halbinsel , wo Hunderttausende von Basstölpel auf schmalen Felsbändern nisten.

Ein wesentlicher Faktor der Ansiedlung sind die Meeresströmungen. Das Wasser wird erwärmt durch die großen nordatlantischen Strömungssysteme, die diesen teil der Küste bestreichen. Das nährstoffreiche Wasser wimmelt von Planton, von dem riesige Fischschwärme kleiner Fische leben. Diese dienen ihrerseits den Vögeln als Nahrung. Manchmal ist die Luft über dem Meer dicht angefüllt mit den weißen Gestalten der Tölpel, die sich stoßtauchend auf die Fische stürzen und das Wasser aufspritzen lassen.

Papageitaucher Steckbrief

Ein Papageitaucher-Küken.

Ein Papageitaucher Küken.

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Alkenvögel (Alcidae)
  • Gattung: Lunde (Fratercula)
  • Art: Papageitaucher
  • Wissenschaftlicher Name: Fratercula arctica
  • Größe: Die Seevögel haben eine Körperlänge von 28 bis 34 cm. Eine Flügelspannweite von 50 bis 60 cm. Das Gewicht beträgt 360 bis 780 g.
  • Der Dreieckschnabel ist kurz gebogen und bunt.
  • Das Gefieder ist schwarz/weiß.
  • Papageitaucher Ruf: Das klingt wie „orr…o-o“ oder „arr…ha-ha“. Die Vögel rufen oft aus dem Wasser, im Kolonieverband und in ihren Bruthöhlen.
  • In Schottland und Irland werden die Vögel Puffins genannt.
  • Der Zugvogel kann ein Alter von 15 bis 25 Jahre erreichen.
  • Die Vögel können mit ihren Schwimmhäuten zwischen den Zehen 60 bis 70 Meter tief tauchen.
Mit vollem Schnabel Sandaalen kehrt der Papageitaucher zum Nistplatz zurück.

Mit vollem Schnabel Sandaalen kehrt der Meeresvogel zum Nistplatz zurück.

  • Der Ober- und Unterschnabel des Papageitauchers öffnet sich parallel und in seinem Rachen sitzen nach hinten weisende Fortsätze.
  • So kann der Vogel nach einem Fischzug in seinem Schnabel bis zu 60 kleine Fische zu seinem Nest transportieren.

Lebensraum

  • Der Nordatlantik, Anchor Island, Codfish Island.

Nahrung

  • Die Vögel ernähren sich von Sandaale, Heringe, Sprotten, Krabben und Krebstiere.

Feinde

Fortpflanzung Papageitaucher

  • Die Tiere brüten in Kolonien und ihre Paarungszeit beginnt im Mai.
  • Nach der Paarung graben sich die Seevögel eine Erdhöhle. Die ist bis zu 90 cm tief ist, und wird oft mehrere Jahre benutzt.
  • Darin wird nur ein einziges Ei abgelegt mit eine Jahresbrut.
  • Die Brutzeit beträgt 36 bis 40 Tage.
  • Die Nestlingszeit dauert etwa 40 Tage.
  • Außerhalb der Brutzeit von Ende August bis Anfang April leben die Vögel auf dem offenen Meer.
1. Foto: cc - Getting some Puffin advice - von Fred Roe
2. Foto: cc - Getting some Puffin advice - von Fred Roe
3. Foto: cc - Papageitauche - von Volker Hesse