Der Kiebitz (Vanellus vanellus)

Zwei Kiebitze in der Ruhephase.

Zwei Kiebitze mit ihrem grün schillernden Gefieder.

Der Kiebitz ist etwa so groß wie eine Taube und leicht an seinem Federschopf, dem schwarz-weißen, oberseits metallisch grün schillernden Gefieder gut zu erkennen. Die breiten und abgerundeten Flügeln im gaukelnden Balzflug fallen besonders auf. Der Vogel

brütet auf Weidelandschaften (baumfreie Grünlandgebiete) und Marschwiesen in den Küstenbereichen. Die Anzahl der Kiebitzbestände gegen mittlerweile stark zurück und die Vögel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Der Kiebitz hat einen besonderen Schopf auf seinen Kopf. Seine Federn glänzen metallisch. Die Vögel werden in Deutschland immer seltener gesichtet. Die Kiebitze sind in Feuchtwiesen und Sümpfen zu Hause. Immer mehr Landstriche wurden im laufe der Zeit trockengelegt. Die Kiebitze haben sich zwar angepasst und suchen auf den Äckern ihr Futter. Es kommen aber andere Gefahren auf die Vögel zu. Das sind Behandlungen mit Pestiziden der Äcker. Die Kiebitze finden dann nicht genug Futter für ihre Küken.

Kiebitz Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
  • Gattung: Kiebitze (Vanellus)
  • Art: Kiebitz
  • Wissenschaftlicher Name: Vanellus vanellus
    Größe Kiebitze von 28 bis 31 cm. Eine Flügelspannweite von 70 bis 80 cm.
  • Beim Männchen ist die Stirn, Oberkopf und Unterseite bis zur Brust tiefschwarz
  • Die Kopf- und Halsseiten sind mehr oder weniger weiß.
  • Die Oberseite ist schwarz mit grünem Metallschimmer, die Unterseite weiß.
  • Der gleichfalls weiße Schwanz hat eine breite Endbinde.
  • Die Unterschwanzdecken sind rostgelblich.
  • Beim ähnlichen Kiebitz-Weibchen ist der Federschopf kürzer.
  • Der Hinterkopf und Kehle sind mit weißen Federn vermischt.
  • Kiebitz Gesang ist das bekannte “kieh-wit”, das im Ruf an Lautstärke und Tempo stark variieren kann.
  • Der Kiebitz Zugvogel kann ein Alter von etwa 18 Jahren erreichen.

Verbreitung Kiebitz

  • Die Wiesenvögel kommen über große Teile von Europa und Mittelasien vor.
  • In Europa reicht das Brutgebiet der Vögel im Norden bis Norwegen, Schweden und Finnland, Südeuropa, Süditalien sowie in Mittel- und Südgriechenland.
  • Die Kiebitze überwintern vor allem in West- und Südwesteuropa sowie in Nordwestafrika.
Der Kiebitz ist etwa ein taubengroßer Vogel.

Flugbild Kiebitz

Nahrung

  • Die Kiebitze ernähren sich von Insekten, Larven, Würmer, Schnecken.
  • Die Tag- und Nachtaktiven Vögel fressen gelegentlich auch Sämereien, die sie vom Boden aufpicken.

Fortpflanzung Kiebitz

Niedliches Kiebitz-Küken ist gerade frisch aus dem Ei geschlüpft und erblickt das Licht der Welt.

Niedliches Kiebitz-Küken ist gerade frisch aus dem Ei geschlüpft und erblickt das Licht der Welt.

  • Das Nest der Bodenbrüter besteht aus einer einfachen Mulde, die wenig mit Halmen und Stängeln ausgepolstert wird.
  • Das Weibchen legt meistens drei bis vier Eier in das Nest (47,1 x 55,7 mm).
  • Die Eierfarbe ist von beige bis braun gefleckt.
  • Die Brutzeit beginnt ab Mitte März bis in den Mai hinein.
  • Die Kiebitze sind Koloniebrüter.
  • Die Brutdauer beträgt 24 bis 27 Tage. Beide Elternteile bebrüten die Eier.
  • Die Küken sind Nestflüchter. Sie werden von den Altvögeln bis zu 5 Wochen lang geführt bis zum Flügge werden.

Feinde

Wale beobachten: Whal Watching auf der ganzen Welt
Angeltechnik: Raubfische fangen mit der Feederrute

1. Foto: ccNorthern lapwings – Missud
2. Foto: cc – Lapwings (Vanellus vanellus) single – gynti_46
3. Foto: cc – Lapwing chick 3 (Explored) – von mikethereservewarden