Der Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes)

Der Kernbeißer ist noch vor dem Dompfaff unser größter heimischer Fink.

Der Kernbeisser auf Futtersuche am Boden. Er ist der König der Finken und an seinem starken dreieckigen Schnabel gut zu erkennen.

Der Kernbeisser ist der größte heimische Finkenvogel, noch vor dem Gimpel, mit einem übergroß wirkenden Schnabel. Mit diesem kräftigen Dreiecksschnabel und entsprechender Muskulatur kann der Vogel gut die Obstkerne aufspalten. Beide Geschlechter …

ähneln sich mit der Färbung ihrer Gefieder. Der Kernbeisser ist keine gefährdete Vogelart und in Mitteleuropa ein Jahresvogel.

Der Kernbeisser Steckbrief
– Größe Körperlange zwischen 16,5 bis 18 cm, Gewicht ca. 48 bis 62 g, Flügelspanne 29 bis 33 cm
– kurzer weißspitziger Schwanz, blauschwarze Flügel mit auffallenden weißen Schulterflecken, der Rücken ist sattbraun, die Unterseíte ist hell rötlichbraun, Kehle und Zügel schwarz
– die Männchen sind mit hellen und dunkleren pastellbraunen Farben ausgestattet, der Kopf ist orangebraun, der Schnabel blaugrau, die Weibchen sind blasser gefärbt
– Stimme/Ruf Kernbeisser ist ein scharfes “zick”, “zititt” meistens von hohen Baumwipfeln aus, selten gibt der Vogel einen leisen zwitschernden Gesang von sich
– Kernbeisser erreichen ein Alter von ca. 10 bis 12 Jahren
Vorkommen/Verbreitung Kernbeisser
– Aufenthaltsgebiete sind Misch- und Laubwälder (Eichen und Hainbuchen), Auwälder und größere Parkanlagen, Obstgärten
– Kernbeisser kommen in Europa, Asien und Nordwestafrika vor
Nahrung Kernbeisser
– Altvögel fressen Samen, Knospen, Bucheckern und Steinobst von Laubbäumen (Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche, Kirschen, Pflaumen), auch Schlehen, Nüsse, Erbsen, Hagebutten, Mehlbeeren, Traubenkirschen
– im Winter am Futterhäuschen finden sich die sonst scheuen Vögel ein und bevorzugen zum Fressen Sonnenblumenkerne und Erdnüsse
Fortpflanzung Kernbeisser
– das Weibchen baut ein verhältnismäßig großes Nest aus Zweigen, Wurzeln und Halmen meistens in Laubbäumen oder in Büschen und legt 4 bis Eier hinein (ein bis zwei Bruten im Jahr)
– Brutzeit April bis Juni
– Brutdauer 12 bis 14 Tage
– Nestlingszeit 11 bis 14 Tage
– die Jungen werden zusätzlich auch noch mit Insekten gefüttert

Finkenvögel: Der Grünfink Steckbrief
Robbenarten: Steckbrief Walross

Foto Kernbeisser: ccVogelfrühstück: Schluss mit Vögelfütterung – SusanneK