Der Feldhamster war früher ein Plagetier und wurde bekämpft

Der Feldhamster hat Jahrhunderte lang unter einen schlechten Ruf zu leiden gehabt.

Der Feldhamster hat Jahrhunderte lang unter einen schlechten Ruf zu leiden gehabt.

Heute ist der  Feldhamster (Cricetus cricetus), der auch Europäischer Hamster genannt wird, in Deutschland bedroht und eine streng geschützte Tierart. Die Nagetiere haben Backentaschen (Hamsterbacken) in denen sie ….

Nahrung ansammeln können, die sie als Wintervorräte in ihren Bau verstecken. Die Feldhamster sind durch Intensivierung der Landwirtschaft und industrielle Feldbewirtschaftung stark dezimiert worden. Dazu führen die schnellen Erntezeiten, so dass die Tiere keine genügenden Futtervorräte für die Wintermonate anlegen können und verhungern müssen.

Steckbrief Feldhamster

Feldhamster-Paarung, die bis zu zwei Würfe im Jahr zeugen.

Feldhamster-Paarung, es werden bis zwei Würfe im Jahr gezeugt.

Systematik
– Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
– Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
– Familie: Wühler (Cricetidae)
– Unterfamilie: Hamster (Cricetinae)
– Gattung: Großhamster
– Art: Feldhamster
– Größe Feldhamster: das bunte Pelztier hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 34 cm, dazu kommt beinahe ein haarloser Schwanz von 4 bis 6 cm Länge, ausgewachsene Feldhamster wiegen zwischen 200 bis 650 g, Männchen sind größer und schwerer als Weibchen
– der Nager hat ein vielfarbiges und geschecktes Fell, die Oberseite ist häufig gelbbraun/rötlich und der Bauch ist dunkel
– in der Regel dauert die Winterruhe der Feldhamster in ihrem Bau (50 bis 150 cm tief) von September bis in den März/April hinein an
– es ist keine echte Winterruhe, die Tiere wachen ca. alle 5 bis 10 Tage auf und fressen von ihren angesammelten Wintervorräten
– Stimme der Feldhamster ist bei Gefahr ein lautes Zischen, Fauchen und Knurren, sie können auch piepsende und quiekende Lautäußerungen von sich geben
– der Feldhamster ist in weiten Teilen von Eurasien verbreitet

Der Feldhamster knappert an Flachs.

Der Feldhamster knabbert am Flachs.

– Feinde: Rotfuchs, Katzen, Wiesel, Iltis, Bussard, Habicht, Milan, Eulen
– Lebensraum: die dämmerungs- und nachtaktiven Nagetiere bevorzugen offene Ackerlandschaften auf Löß- und Lehmböden, auch in Kleingärten sind sie finden, dort legen sie sich Baue unter der Erde mit einer Tiefe bis zu ca. 1,5 Metern an
– Nahrung: Getreide, Klee, Kartoffeln. Rüben, Kohl, Mais, Wildkräuter, auch Regenwürmer und Käfer
Fortpflanzung Feldhamster
– meistens werden zwei Würfe im Jahr (Mai bis August) mit 6 bis 10 Jungtieren zur Welt gebracht
– die Tragzeit der Weibchen beträgt ca. 20 Tage
– die Jungtiere nehmen schon nach 6 Tagen feste Nahrung zu sich
– die Jungen erreichen die Geschlechtsreife nach etwa 10 Wochen

Wildtaubenarten: Steckbrief Hohltaube
Bettparasiten: Steckbrief Bettwanze

1. bis 3. Foto Feldhamster: cc – Tounge! – von tina_6500