Der Alpensteinbock ist ein trittsicheres Huftier in den Klippen

Alpensteinbock

Alpensteinbock Foto von Simon Infanger

Zwei Steinbock-Männchen kämpfen in der Brunftzeit, um als Sieger in den Genuss zu kommen, Weibchen zu begatten.

Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist ein eindrucksvolles Tier, das vorwiegend oberhalb der Waldgrenze verbreitet ist. Nur zeitweise im Frühjahr verlässt der Steinbock diesen Lebensraum, wenn er weiter unten nach

frischen Pflanzentrieben sucht. Im Sommer halten sich die Tiere ständig in Gipfelnähe auf, wo sie sich von den kargen Pflanzen ernähren.

Im Winter suchen die Steinböcke nicht wie die anderen Huftiere des Gebirges Schutz in den Tälern, sondern sie halten in den mittleren Lagen auf. Dort suchen sie sich steile, besonnte Hänge zwischen den tief verschneiten Höhen der Waldgrenzen aus. Im Mittelalter galten viele Körperteile des Steinbocks als Heilmittel von vielen Krankheiten. Anfang des 19. Jahrhunderts standen die Alpensteinböcke am Rand der Ausrottung und nur etwa 50 Tiere überlebten. Durch Nachzüchtungen und die Aussetzung von Steinböcken leben im gesamten Alpenraum wieder um die 35.000 Tiere, die streng geschützt sind.

Der Alpensteinbock liebt die Geselligkeit , die für ihn geradezu lebensnotwendig ist. Das Gemeinschaftsleben ist bei diesem herrlichen Tier in einem Grad entwickelt, wie wir es bei den wilden Paarhufern unserer Zonen nirgends verwirklicht sehen. Vor allem die erwachsenen Böcke halten ganzjährig in Gruppen zusammen und trotz ihrer gewaltigen Hörner bekämpfen sie sich nicht ernsthaft.

Alpensteinbock Steckbrief

Systematik

  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
  • Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
  • Familie: Hornträger (Bovidae)
  • Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
  • Gattung: Ziegen (Capra)
  • Art: Alpensteinbock
  • Wissenschaftlicher Name: Capra ibex
  • Größe: durchschnittliche Kopfrumpflänge 150 cm, Schulterhöhe 90 cm, Gewicht Böcke 100 kg, Geißen 40 kg.
  • Das gebogene Gehörn des Bockes hat eine Länge bis zu 1 Meter. Die Geiß hat nur kurze und kaum gebogene Hörner.
  • Die Böcke besitzen einen Ziegenbart und haben im Sommer ein dunkelbraunes Fell. Das Fell der Weibchen ist mehr rötlich oder goldbraun. Das Winterfell beider Geschlechter ist gräulich.
  • Die Tiere können ihre Hufe spreizen und finden so halt auf den steilen Felsen.
  • Lebensraum: Das ist felsiges Bergland. In den Alpen leben Steinböcke zwischen der Wald- und Eisgrenze bis in den Höhen von 3500 Metern. Die Tiere leben in Herden von 10 bis 20 Geißen mit Jungtieren zusammen. Junge Böcke bilden lockere Verbände, alte Böcke sind meist Einzelgänger.
  • Der Alpensteinbock kommt in den Alpen und den Pyrenäen vor.
  • Steinböcke können ein Alter von 10 bis 15 Jahren erreichen.
  • Nahrung: Das sind Gräser, Kräuter, Sträucher, Knospen, Rinde, Laub, Flechten, auch Triebe von Nadelholz.

Fortpflanzung Steinbock

  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt 150 bis 180 Tage,. Es wird meist 1 Jungtier geboren, seltener 2.
  • Jungtiere sind in der Lage gleich nach der Geburt in wenigen Stunden dem Muttertier zu folgen.
  • Mit einem Jahr werden die Jungen von der Mutter entwöhnt und mit etwa zwei Jahren werden sie geschlechtsreif.
  • Feinde Steinbock: Das sind Bären, Luchse, Wölfe, Kitze werden vom Fuchs und Steinadler gerissen. Viele Tiere kommen im Winter durch Lawinen ums Leben.

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