Der Alpensteinbock ist ein trittsicheres Huftier in den Klippen

Zwei Steinböcke kämpfen in der Brunftzeit, um als Sieger in den Genauss zu kommen, Weibchen zu begatten.

Zwei Steinbock-Männchen kämpfen in der Brunftzeit, um als Sieger in den Genuss zu kommen, Weibchen zu begatten.

Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist ein eindrucksvolles Tier, der vorwiegend oberhalb der Waldgrenze verbreitet ist. Nur zeitweise im Frühjahr verlässt der Steinbock diesen Lebensraum, wenn er weiter unten nach ….

frischen Pflanzentrieben sucht. Im Sommer hält er sich ständig in Gipfelnähe auf, wo er sich von den kargen Pflanzen ernährt.

Im Winter suchen die Steinböcke nicht wie die anderen Huftiere des Gebirges Schutz in den Tälern, sondern sie halten in den mittleren Lagen auf. Da suchen sie sich steile, besonnte Hänge zwischen den tief verschneiten Höhen der Waldgrenzen aus. Im Mittelalter galten viele Körperteile des Steinbocks als Heilmittel von vielen Krankheiten. Anfang des 19. Jahrhunderts standen die Alpensteinböcke am Rand der Ausrottung und nur ca. 50 Tiere überlebten. Durch Nachzüchtungen und Aussetzungen von Steinböcken leben im gesamten Alpenraum wieder um die 35.000 Tiere, die streng geschützt sind.

Der Alpensteinbock liebt die Geselligkeit , die für ihn geradezu lebensnotwendig ist. Das Gemeinschaftsleben ist bei diesem herrlichen Tier in einem Grad entwickelt, wie wir es bei den wilden Paarhufern unserer Zonen nirgends verwirklicht sehen. Vor allem die erwachsenen Böcke halten ganzjährig in Gruppen zusammen und trotz ihrer gewaltigen Hörner bekämpfen sie sich nicht ersthaft.

Steckbrief Alpensteinbock

Eine kleine Gruppe von Steinböcken auf einer Lichtung.

Eine kleine Gruppe von Steinböcken auf einer Lichtung in der Brunftzeit.

Systematik
– Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
– Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
– Familie: Hornträger (Bovidae)
– Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
– Gattung: Ziegen (Capra)
– Art: Alpensteinbock
– Größe: durchschnittliche Kopfrumpflänge 150 cm, Schulterhöhe 90 cm, Gewicht Böcke ca. 100 kg, Geißen 40 kg
– das gebogene Gehörn des Bockes hat eine Länge bis zu 1 Meter, die Geiß hat nur kurze und kaum gebogene Hörner
– die Böcke besitzen einen Ziegenbart und haben im Sommerein dunkelbraunes Fell, das Fell der Weibchen ist mehr rötlich oder goldbraun, das Winterfell beider Geschlechter ist gräulich
– die Tiere können ihre Hufe spreizen und finden so halt auf den steilen Felsen

Hier kämpfen gleich drei Steinbock-Männchen in der Brunft.

Hier kämpfen gleich drei Steinbock-Männchen in der Brunft.

– Lebensraum: felsiges Bergland,  in den Alpen leben Steinböcke auf der Höhe zwischen der Wald- und Eisgrenze (bis zu 3500 Metern)
– Steinböcke können ein Alter ca. zwischen 10 bis 15 Jahren erreichen und leben in Herden aus 10 bis 20 Geißen mit ihren Jungtieren, junge Böcke bilden lockere Verbände, alte Böcke sind meistens Einzelgänger
– Nahrung: Gräser, Kräuter, Sträucher, Knospen, Rinde, Laub, Flechten, auch Triebe von Nadelholz
Fortpflanzung Steinbock
– die Tragzeit der Weibchen beträgt 150 bis 180 Tage, es wird meistens 1 Jungtier geboren (seltener 2)
– die Jungen sind in der Lage nach der Geburt in wenigen Stunden dem Muttertier zu folgen
– mit einem Jahr werden die Jungen von der Mutter entwöhnt und mit ca. zwei Jahren werden sie geschlechtsreif
– Feinde Steinbock: Bären, Luchse, Wölfe, Kitze werden vom Fuchs und Steinadler gerissen, viele Tiere kommen im Winter durch Lawinen ums Leben

Zwei spielende Steinbock-Kitze.

Zwei spielende Steinbock-Kitze.

Ziegenarten: Wildziegen
Elefantenarten: Steckbrief Waldelefant

1. Foto Steinböcke: ccCapra ibex, Steinbock – Allium schoenoprasum, Schnittlauch – 2008-08-09_DSC1603 – von jakobae
2. Foto: cc – Capra ibex_DSC5176 – von achrntatrps
3. Foto: cc – Fighting – von Mareluna73
4. Foto Steinbock-Kitze: cc – alpen steenbok artis IMG_0254 – von joke kok