Delfine kommen in allen Ozeanen vor

Delfine

Delfine Foto: Jeremy Ricketts

Im Mittelmeer kommen zwei Arten von den faszinierenden Meeressäuger vor, der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) und der Große Tümmler (Tursiops truncatus), der durch die Fernsehsendung „Flipper“ berühmt wurde. Alle Delfinarten

ernähren sich von Fischen, sind verspielt und schwimmen gern in den Bugwellen von Schiffen mit. Im Pazifik schließen sich die Streifendelfine (Stenella coeruleoalba) oft den großen Schwärmen von Gelbflossen-Thunfischen an. Vielleicht aus Geselligkeit oder sie jagen die gleichen Beutetiere.

Alles über Delfine

Delfine benutzen viele verschiedene Laute wie Pfiffe, Schnalzer, Bellen, Quieken, um miteinander zu kommunizieren. Sie produzieren sehr hochfrequente Klicklaute, um unter Wasser Objekte auszumachen, etwa die Fische, von denen sie sich ernähren. Die Laute prallen von den Objekten ab wie ein Echo. Die Technik heißt Echolotung.

Delfine bilden wechselnde Schulen aus vielen Familiengruppen, die zusammen schwimmen, fressen und spielen. Die Tiere sind Säugetiere und müssen Luft atmen. Wenn sie schlafen, treiben sie an der Wasseroberfläche oder tauchen regelmäßig auf. Delfine springen, wenn sie schnell schwimmen. Das hilft ihnen beim Atmen, reduziert den Wasserwiderstand und befreit sie von Hautparasiten. Die Feinde der Delfine ist der Schwertwal, der Weiße Hai, Seidenhai und Tigerhai.

Delfin Steckbrief

Systematik

  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Wale (Cetacea)
  • Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
  • Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
  • Familie: Delfine
  • Wissenschftlicher Name: Delphinidae
  • Die Delfine sind Säugetiere mit etwa 40 Arten.
  • Größe von 1,5 bis 4 Meter. Gewicht von 100 bis 350 kg. Der größte Delfin (Großer Schwertwal) erreicht eine Länge von 8 Metern.
  • Die Säugetiere haben einen stromlinienförmigen Körper (farblich grau/weiß), der eine hohe Schwimmgeschwindigkeit zulässt  bis zu 55 km/h.
  • Die Tiere leben zu mehreren Dutzend zusammen in sogenannten in Schulen. Sie unterhalten sich im Wasser über schrille Pfeiftöne, die oft aus dem Wasser springen.
  • Als Säugetiere besitzen sie eine Dreiecksflosse (Finne), zwei Vorderflossen (Flipper), eine typisch geformte Schwanzflosse (Fluke).
  • Bei mehreren Arten befinden sich in der Schnauze viele Zähne.
  • Die Kiefer der Tiere sind zu einer schnabelförmig, langen Schnauze geformt.
  • Auf dem Kopf befindet sich eine runde höckerige Wulst, dort befindet sich ein rundes Organ die Melone, die zur Echolotung dient. Das Gehirn ist relativ groß, der Gehör- und Geruchssinn ist sehr gut entwickelt.
  • Delfine können durch ausschalten einer Gehirnhälfte schlafen. Die andere Hälfte bleibt wach um eventuelle Gefahren vor Feinden zu erkennen.
  • Die Tiere kommen weltweit in den Meeren in den Küstengewässern und der Hochsee vor.
  • Ein Delfin kann ein Alter von 10 bis 50 Jahren erreichen.

Nahrung Delfine

  • Was fressen Delfine: Die schnellen Raubtiere jagen durch Echolotung aktiv in Gruppen Fische und Kalmare. Die Beute wird in einem Stück verschlungen. Mit der Nahrungsaufnahme decken sie gleichzeitig ihren Wasserbedarf ab. Das Trinken von Salzwasser würde für Delfine tödlich enden.
  • Delfin-Arten mit vielen Zähnen jagen überwiegend Fische. Die Tiere mit weniger Zähnen meistens Kalmare, einige ernähren sich auch von Krustentieren.

Fortpflanzung Delfine

  • Delfine werden mit etwa sieben Jahren geschlechtsreif.
  • Mit einem längeren Liebesspiel dauert der Paarungsakt nur 5 bis 20 Sekunden.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt 11 bis 13 Monate.
  • Zur anstehenden Geburt sucht das Weibchen sichere Gewässer auf. Das sind Buchten oder Lagunen.
  • Andere Delfine vor allem Weibchen bleiben während der Geburt in der Nähe und helfen sogar das einzelne Jungtier aus dem Mutterleib zu ziehen.
  • Das Jungtier besitzt keine Lippen mit denen sie die Zitzen der Mutter umschließen können um Milch zu saugen. Die Delfinmutter ist in der Lage, mittels Muskulatur ihrer Drüsen, die Milch direkt in das Maul des Jungtieres zu spritzen.