Das Walross (Odobenus rosmarus)

Walrösser setzen auch ihre bis zu einem Meter langen Stoßzähne ein, um sich gegen Eisbären zu verteidigen.

Walrosse sind gesellige Tiere, die sich zu großen Kolonien zusammen finden.

Die Britischen Inseln liegen wie auch die Küsten Britisch-Kolumbiens und Südalaskas nicht weit von der Arktis entfernt. Dort herrscht ein gemäßigtes Klima, dank der Wärme, die ihnen der Nordpazifikstrom beschert. Die südlichsten Inseln sind weitgehend unbesiedelt und mit üppigen Wäldern bewachsen. Weiter nördlich liegt die Kodiakinsel und die Aleuten, die kahl und weniger geschützt sind. Dort ist  es nicht ungewöhnlich kalt und es herrscht oft ein sturmgepeitschter Seegang. Eines der eindrucksvollsten Tiere, dass Walross mit seinem massigen Körper ist dort zu Hause. Das Tier kann bis 1400 kg wiegen, hat kräftige Bartborsten und stark verlängerte, elfenbeinerne Eckzähne. Die Zähne dienen vor allem dazu, Nahrung von Weichtieren aus dem weichen Meeresgrund längs der Küsten hervorzuwühlen.

Eine große Walross-Herde auf einer schmelzenden Eisscholle.

Eine große Walross-Herde auf einer schmelzenden Eisscholle.

Das Walross Steckbrief

  • Systematik
    Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • ohne Rang: Robben (Pinnipedia)
  • Familie: Walrosse
  • Gattung: Odobenus
  • Art: Walross
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Odobenus rosmarus
  • die zweitgrößte Robbenart das Walross (größte Robbenart See-Elefant) ist ein Raubtier und die einzige Art der Familie der Walrosse (Odobenidae)
  • es gibt zwei Unterarten, das Atlantische Walross (O. r. rosmarus) und das etwas größere Pazifische Walross (O. r. divergens)
  • Walrossbullen können ca. 3,5 Meter lang werden, die Kühe ca. 3 Meter
  • die Männchen können ein Gewicht bis zu ca. 1400 kg erreichen, die Weibchen je nach Unterart ca. 600 und 800 kg

Die Haut ist etwa 4 cm dick und faltig, darunter ist eine Fettschicht von 5 bis 8 cm, im Alter ist die Farbe der Haut gelblichbraun. Das Walross hat einen grob quaderförmigen Schädel mit Borstenbart, der aus bis zu 450 Tasthaaren besteht und reusenartig von der Oberlippe herabhängt, die Augen sind zur Schädelgröße sehr klein. Das Walross kann ein Alter von ca. 40 Jahren erreichen.

Große Walross-Bullen können eine Länge bis zu 3,5 Meter erreichen.

Große Walross-Bullen können eine Länge bis zu 3,5 Meter erreichen.

Vorkommen Walross

Im Winter lebt das Pazifische Walross im Packeis der Bering-See und zieht sich im Frühjahr nordwärts durch die Beringstraße an den Packeisrand zum Tschuktschensee zurück. Das Atlantische Walross lebt überwiegend an Grönlands Ostküste und ist zwischen Spitzbergen und Sibirien an der Nordwestküste vertreten.

Walrosse verbringen mehr als zwei Drittel ihres Lebens im Wasser.Walrosse verbringen mehr als zwei Drittel ihres Lebens im Wasser.

Ein schwergewichtiger Walross-Bulle.

Nahrung Walross

Unter Wasser kann ein Walross bis zu 30 Minuten tauchen. Der Meeresboden wird nach lebenden Organismen mit den Flossen und Stoßzähnen aufgewühlt, um an Weichtiere heranzukommen, Seesterne, Schnecken, Garnelen, Tintenfische, Seegurken, Würmer, Manteltiere, frisches Aas, gelegentlich auch große Beute Robben und Fische.

Fortpflanzung Walross

Die Paarungszeit der Walrosse beginnt im Januar bis Anfang März und findet wahrscheinlich im Wasser statt. Die Eizelle bleibt nach der Befruchtung vier bis fünf Monate dormant (Ruhezeit Eizelle). Die Tragzeit beträgt ca. 11 Monate. Plus Ruhezeit der Eizelle fallen die Geburten an Land in den Monat Mai des darauf folgenden Jahres hinein. Eine Walross-Kuh gebärt alle zwei Jahre ein Kalb (selten zwei), Gewicht ca. über 50 kg und misst knapp einen Meter, ca. ein halbes Jahr lang wird das Kalb nur mit Muttermilch versorgt und anschließend kommt auch feste Nahrung dazu. Die Entwöhnung findet nach gut zwei Jahren statt. Nach drei bis vier Jahren verlassen die Jungtiere die Mutter. Die Geschlechtsreife erreichen Weibchen mit 4 bis 10 Jahren, die Männchen mit 9 bis 10 Jahren. Walrosse sind gesellige Tiere, die in Herden leben.

Foto1: cc - Walrus faisant du morse, Svalbard - Airflore
Foto2: cc - anim0017 - von NOAA Photo Library
Foto3: cc - Spitsbergen, augustus 2008 - Martha de Jo...
Foto4: cc - Roysningurin í Árnafirði - von g.norðoy