Das Spitzmaul- und Breitmaulnashorn

Das Spitzmaulnashorn in freier Wildbahn (Massai Mara)

Das Spitzmaulnashorn in freier Wildbahn (Massai Mara)

Das Nashorn imponiert durch seine Körpergröße und ist ein Savannentier. Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) als auch das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) wird als Schwarzes bzw. Weißes Nashorn bezeichnet. Das diese beiden …

Nashornarten noch in freier Wildbahn zusammen leben ist äußerst selten. Beide Arten sind in ihren Temperament völlig verschieden. Das Spitzmaulnashorn geht sofort in Angriff über, wenn es sich bedroht fühlt. Das Breitmaulnashorn dagegen ist ruhiger, weniger misstrauisch und lässt Menschen eher an sich herankommen. Beide Arten kommen in Afrika vor und sind in ihrem Bestand stark bedroht.

Beim Grasen rupft das afrikanische Breitmaulnashorn mit seinen breiten Lippen die Gräser ab. Die größten Tiere, mächtige Bullen, können bis zu 3 000 kg wiegen. Die afrikanischen Spitzmaulnashörner greifen mit ihrer beweglichen Oberlippe kleine Äste und Zweige. Das sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Sumatra-Nashorn ist das einzige Rhinozeros mit behaartem Körper. Die Art kommt nur noch in Westmalaysia, auf Sumatra vor.

Es gibt fünf Arten von Nashörnern, die in Afrika, Indien und Südostasien leben. Sie tragen ein oder zwei Hörner auf der Nase bzw. Stirn, die aus kompakten hornigen Fasern bestehen. Die Tiere benutzen sie entweder, um gegeneinander zu kämpfen oder um sich gegen Raubtiere zu verteidigen. Wegen ihrer Hörner sagt man zu Unrecht große Heilkräfte nach. Holzfällerei und die landwirtschaftliche Nutzung hat die Reviere der Nashörner stark eingeschränkt. Das Java-Nashorn kommt nur noch in geringer Anzahl vor und ist akut vom Aussterben bedroht. Versuche das Sumatra-Nashorn in Gefangenschaft zu züchten, waren bisher nicht sehr erfolgreich.

Das Breitmaulnashorn

Das Breitmaulnashorn

Systematik Breitmaulnashorn

  • Breitmaulnashorn
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
  • Familie: Nashörner (Rhinocerotidae)
  • Gattung: Ceratotherium
  • Art: Breitmaulnashorn
  • Wissenschaftlicher Name der Gattung: Ceratotherium
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Ceratotherium simum

Systematik Spitzmaulnashorn

  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
  • Familie: Nashörner (Rhinocerotidae)
  • Gattung: Diceros
  • Art: Spitzmaulnashorn
  • Wissenschaftlicher Name der Gattung: Diceros
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Diceros bicornis

Nashorn Steckbrief

  • Nashörner (Rhinocerotidae) sind große Säugetiere und gehören zur Familie der Unpaarhufer (Perissodactyla).
  • Größe Nashorn: Kopf-Rumpf-Länge von 2,5 bis 3,8 Meter. Die Schwanzlänge beträgt 40 bis 60 cm. Die Schulterhöhe von 1,20 bis 1,80 Meter. Gewicht Nashorn bis zu 3.600 kg.
  • Die Haut der Tiere ist dick mit einer grauen bis braunen Farbe. Zwei Hörner an der Nase.
  • Das Nashorn kann nicht so gut sehen, dafür haben sie einen guten Geruchs- und Gehörsinn.
  • Nashörner können eine Laufgeschwindigkeit von etwa 50 km/h erreichen.

Nahrung Nashorn

  • Das Spitzmaulnashorn ist ein Äser. Es zupft Blätter, Knospen, Zweige, und Sträucher von kleinen Bäumen ab.
  • Das Breitmaulnashorn ist ein Weidetier und frisst Gras.
Nashornjunges trinkt Muttermilch

Nashornjunges trinkt Muttermilch.

Fortpflanzung Nashorn

  • In der Brunftzeit meist in der Regenzeit von Oktober bis Dezember paart sich die Nashornkuh nur einmal.
  • Die Tragzeit beträgt 18 Monate.
  • Das Muttertier bringt oft nur ein Jungtier zur Welt. Das Geburtsgewicht beträgt 40 kg.
  • Das junge Nashorn steht nach der Geburt selbstständig auf. Es fängt nach etwa einer Stunde beim Muttertier an zu trinken.
  • Das Horn fängt beim Jungtier bereits nach ca. 5 Wochen an zu wachsen.
  • Das Kalb bleibt so lange in der Obhut der Mutter, bis die Geburt des nächsten Kalbes ansteht.

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1. Foto: cc – Spitzenmaulnashorn – Massai Mara – AnSchieber
2. Foto: cc – Breitmaulnashorn / White Rhinoceros – brainstorm1984
3. Foto: cc – diceros bicornis – Joachim S. Müller