Das Meereis ein Lebensraum für viele Tierarten

Meereis

Wale

Das Meereis stellt vielen Tieren einen Lebensraum dar, die einstmals ein Leben an Land führten. Die Meeressäugetiere sind allesamt aus luftatmenden Landsäugetieren hervorgegangen. Sie sind ins Meer zurückgekehrt und haben sich eine Körperform zugelegt, die äußerlich der eines Fisches ähnelt. So bringen Seebären und Seelöwen noch immer ihre Jungen an Land zur Welt. Andere Meeressäuger, wie die Hundsrobben der Arktis und Antarktis, steigen nur selten an Land. Die Tiere benutzen zum Ruhen, Gebären und Säugen das Meereis. Wie die Robben sind auch die Wale vom Festland ins Meer zurückgekehrt. Sie brauchen weder das Land noch das Meereis. Das Eis beeinflusst nachhaltig das Leben der Robben, Walrosse und einiger Walarten.

Robbenarten der Antarktis und Arktis

Robben in der Antarktis.

Robben

Vier Arten bewohnen das Eis der Antarktis: Das ist die Weddellrobbe (Leptonychotes weddellii), der Krabbenfresser (Lobodon carcinophaga), die Rossrobbe (Ommatophoca rossii) und der Seeleopard (Hydrurga leptonyx).
Sechs Arten der Arktis: Die Ringel-, Band-, Bart-, Kegel- und Sattelrobbe sowie die Klappmütze.

Auf den Eisflächen sind einige Tiere recht beweglich. Die Krabbenfresser, die Bandrobben und einige andere gleiten auf glattem Eis wie ein Reptil dahin. Das Walross, das ausschließlich in den nördlichen und arktischen Meeren vorkommt, wirkt wie eine Mischung aus Seehund und Seelöwe. Es kann sich mit Hilfe seiner Schwanzflossen auf dem Meereis und auf dem festen Land fortbewegen. Im Wasser schwimmt das Tier meist wie eine Hundsrobbe. Das Walross und die zehn eisbewohnenden Robbenarten suchen zielstrebig das Meereis auf, wenn sie sich ausruhen wollen.

Die Wale

Die meisten Wale meiden das stark vereiste Meeresgebiet.
Nur drei Arten leben im ganzen Jahr in eisigen Gewässern: Das ist der Grönlandwal, der Narwal und der Beluga- oder Weißwal. Andere Wale wie die Furchen- oder Finnwale, die nächsten Verwandten des riesigen Blauwals, verbringen einen großen Teil des Jahres im Eiswasser. Diese Wale halten dort aber nicht ständig auf. Obwohl sie den Nahrungsreichtum der Polarmeere ausnutzen, sind sie an das Leben im Meereis nicht so gut angepasst wie z.B. der Grönlandwal.

  1. Foto: Von Rod Long
  2. Foto: Torsten Dederichs