Das Landraubtier Bär

Bär

Bär

Der Eisbär ist sehr groß und stark, der in der Arktis lebt und ein Fleischfresser ist. Auf dem Eis kann der Bär auf dem gefrorenen Eis des Nordpolarmeeres große Strecken zurücklegen. Gelegentlich treiben die Raubtiere mit dem Packeis weit auf die offene See hinaus. Im Sommer halten sie sich gerne an den Küsten Alaskas, Kanadas, Grönland und Rußlands auf. Der Eisbär ernährt sich von Seehunden. Er wartet an den Löchern im Eis, an denen ein Seehund in regelmäßigen Abstand Luft holt. Dann reißt der Bär mit einem einzigen Schlag seiner Pranke das Tier aus dem Wasser. Der dicke wasserabtrossende Pelz des Eisbären schützt das Tier an Land nicht nur vor Kälte, sondern auch, wenn er schwimmt. Der Bär kann ohne weiteres Entfernungen bis zu 35 km im eiskalten Wasser zurücklegen. Der Eisbär ist eines der wenigen warmblütigen Tiere, der mit einer Infrarot-Kamera nicht aufgenommen werden kann.

Bärenarten

Der Braunbär kommt am meisten in Russland und Nordamerika vor. Auf keinen Fall darf man den Bären nicht zu Nahe kommen, denn er kann für Menschen richtig gefährlich werden. Die Braunbären sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und haben nur einen winzigen Stummelschwanz. Ein Angriff des Bären auf Menschen ist sehr selten. Es kann vorkommen das ein Bär angreift, wenn er verletzt ist oder ein Muttertier Jungtiere mit sich führt. In vielen Ländern gilt der Braunbär als ausgestorben.

Der Brillenbär ist der einzige Bär, der in den tropischen Anden von Südamerika lebt. Das Tier ist ein Allesfresser, dass sich von Pflanzenmaterial, von Trieben, Früchten und von Kakteengewächsen ernährt. Seltener jagt der Einzelgänger Insekten, Schnecken, Vögel und Nagetiere. Der Brillenbär ist eine gefährdete Tierart, der durch Verlust von Lebensräumen zu kämpfen hat.

Der Grizzlybär kommt in den Rocky Mountains in den USA und Kanada vor, der aggressiver als ein Braunbär ist. Normalerweise sind die Bären Einzelgänger, die sowohl am Tag und in der Nacht nach Nahrung suchen. Oft halten hält sich gleich mehrere Grizzlybären in beerenreichen Regionen oder an Flüssen auf, wo die Lachse ihr Laichgeschäft absolvieren. Die Bären haben eine große Kraft und können mit einem einzigen Biss oder Prankenschlag einen Meschen schwer verletzen oder sogar töten.

Großer Ameisenbär

Zu den Ameisenbären (Myrmecophagidae) zählen vier Arten: Großer Ameisenbär, der Zwergameisenbär sowie der Südliche und der Nördliche Tamandua. Die Bären kommen von Süd-Mexiko bis Nord-Argentinien vor. Alle Tiere sind zahnlos. Ihre mittleren Zehen sind mit langen, kräftigen Klauen bewaffnet, um Ameisenbaue und Termitenhügel aufreißen zu können. Der Große Ameisenbär kann mit seiner klebrigen 60 cm langen Zunge bis zu 30 000 Insekten am Tag fangen. Der Ameisenbär muss auf den Knöcheln und den Seiten seiner Vorderfüße laufen, um nicht über seine Krallen zu stolpern. Außer den Echten Ameisenbären fressen auch Schuppentiere, Ameisenigel und Erdferkel Ameisen und Termiten.

Ein Großer Panda verbringt den Tag mit mindestens zwölf Stunden Schlaf. Die Tiere fressen täglich etwa 10 bis 30 kg Bambus, um satt zu werden. Davon kann der Panda nur 20 Prozent verdauen, die restlichen 80 Prozent  werden wieder ausgeschieden. Ein Panda-Weibchen bringt alle zwei bis drei Jahre ein bis drei winzige Jungtiere zur Welt. Die Große Pandabären kommen sehr selten in freier Wildbahn in den Bambuswäldern von Zentral- und Westchinas vor.

Der Kamtschatkabär ist ein Einzelgänger, der sich nur zur Paarungszeit mit Artgenossen zusammen findet. Der Bär frisst sich im Sommer eine dicke Fettschicht an. Damit ist er für eine lange Winterruhe gerüstet, die bis zu sechs Monate andauern kann. Die Kamtschatkabären leben auf der Kamtschatka-Halbinsel und an dem angrenzenden Festland im äußersten Osten von Russland. Die Tiere stehen unter Schutz und sind trotzdem durch Wilderer vor der Ausrottung bedroht.

Der Kodiakbär gehört zur Art der Braunbären. Der Bär kommt vor der Südküste von Alaska vor. Ein ausgewachsenes Tier wird aufgerichtet bis zu drei Meter groß, der als größter Bär der Welt gilt. In der Vergangenheit wurde der Kodiakbär stark bejagt und er ist eine stark gefährdete Art. In den Verbreitungsgebieten auf der Kodiak Island steht das Tier unter Schutz und die Bestände gelten als stabil. Die Bären können gut klettern und schwimmen und in der kalten Jahreszeit halten sie Winterruhe ab.

Roter Panda: Die Bären leben seit der letzten Eiszeit auf den Südosthängen des Himalajas. Die Tiere sind stark bedroht, weil man ihre Lebensräume dezimiert. Die Wälder in denen die Tiere leben werden für Brennholz, neue Weiden und Felder abgeholzt. Ein Roter Panda verbringt etwa die Hälfte eines Tages Bambus zu suchen und zu essen. In freier Wildbahn hat ein Roter Panda  eine Lebenserwartung von ca. 10 Jahren.

Ein Südamerikanischer Nasenbär hat eine lang gezogene Schnauze mit einer äußerst beweglichen Nase. Die Bären sind tagaktiv und die Weibchen leben gesellig in Verbänden. Zur Fortpflanzung wird nur ein einzelnes Männchen von der Gruppe akzeptiert. Außerhalb der Paarungszeit leben die Männchen wieder einzelgängerisch. Die Südamerikanischen Nasenbären sind sehr anpassungsfähig und überleben in fast jedem Lebensraum. Zum Schlafen, zur Paarung und zur Aufzucht ihrer Jungen ziehen sich die Weibchen auf Bäumen zurück.

Der Schwarzbär

Der  amerikanische Schwarzbär war einst fast im Gebiet der heutigen USA verbreitet. Inzwischen kommt der Bär nur noch in abgelegenen Waldregionen vor, Manchmal durchstreift ein Schwarzbär die bewohnten Gebiete von Menschen, um dort die Abfalleimer zu durchwühlen. Wie die meisten Bären ist der Schwarzbär ein Allesfresser, der sich von Knollen, Beeren, Fisch und Aas ernährt.

Foto von ARK11 – cc