Das Hausschwein

Eine vorbildliche Schweinehaltung auf der Wiese, wo die Tiere auch mal die Sonne sehen können.

Eine vorbildliche Schweinehaltung auf der Wiese, wo die Tiere auch mal die Sonne sehen können.

Unsere Hausschweine (Sus scrofa) stammen vom Wildschwein ab. Wildschweine leben in unseren Wäldern schon etwa sechs Millionen Jahre. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa, Asien und Nordafrika. Wildschweine sind mit gefährlichen Hauern bewaffnet und greifen an, wenn sie sich bedroht fühlen. Das Hausschwein ist eines der am frühesten domestizierten Haustiere in der menschlichen Zivilisationsgeschichte. Die Tiere wurden vermutlich vor 9000 Jahren zur Fleischgewinnung gehalten. Heute gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen. Schweine werfen zwischen acht und zwölf Junge und haben einen kurzen Fortpflanzungszyklus.

Das Hausschwein wurde erstmals in Neolithikum (Jungsteinzeit) im Nahen Osten und in Nordafrika domestiziert. Noch heute kommen bei verwilderten Hausschweinen Charakteristika, die typisch für ihre wilden Ahnen sind , wieder zum Vorschein. So tragen Ferkel etwa wieder das gut tarnende Streifenkleid. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche regionale Schweinerassen gezüchtet, u.a. die Gestreiften Sattelrücken, die Durocschweine, die Deutschen Weideschweine und das in Ungarn gezüchtete Mangalitza-Wollschwein.

Woher kommt die Redensart Schwein gehabt?

Das bedeutet so viel wie Glück gehabt. Das stammt aus dem Mittelalter, denn beim Schützenfest bekam der Verlierer ein lebendiges Ferkel geschenkt.

Hausschwein Steckbrief

Systematik

  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
  • Unterordnung: Schweineartige (Suina)
  • Familie: Echte Schweine (Suidae)
  • Art: Wildschwein (Sus scrofa)
  • Unterart: Hausschwein
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Sus scrofa
  • Bis zu einem Gewicht von 25 kg sind es Ferkel, von 25 und 50 kg sind es Läufer.
  • Schweine suhlen sich im Schlamm, um Flöhe, Milben und anderes Ungeziefer loszuwerden und sich zu säubern.
  • Schweine können gut riechen und hören, schwitzen können sie nicht.
  • Viele Schweinerassen sind stressanfällig und können ähnliche Herz- und Kreislaufkrankheiten entwickeln wie Menschen.
  • Hausschweine trinken bis zu 10 Liter Wasser am Tag. Ein Muttertier mit Ferkeln bis zu 30 Liter.
  • Schweine fressen tierische als auch pflanzliche Nahrung, sie gelten als Allesfresser.
  • Vorwiegend werden Schweine mit Intensivhaltung aufgezogen und wird auch industrielle Schweinehaltung genannt. Das ist eine Stallhaltung der Tiere ohne Tageslicht und Stroh. Die Schweine stehen auf verschmutzen Spaltenböden. Der Kot und Urin fallen in einem Sammelbehälter hindurch. Die Mischung wird als Gülle auf Äckern und Wiesen mit Güllefässern verspritzt.

Fortpflanzung Hausschwein

  • Die Tragzeit einer Sau beträgt etwa 112 bis 114 Tage. Das Muttertier bring 10 bis 14 Ferkel auf die Welt.
  • Ferkel sind in den ersten Stunden nach der Geburt blind und benötigen viel Wärme.
  • Ein Schwein erlangt mit 6 Monaten die Schlachtreife und wiegt etwa 100 kg.