Darwinfinken sind auf den Galapagos-Inseln weltberühmt

Kaktusgrundfink

Der Kaktusgrundfink hat einen nach unten gebogenen Schnabel und eine gespaltene Zunge. Er sucht in den Kaktusblüten nach Nektar und frisst die weichen, saftigen Kaktusfrüchte.

Im Jahr 1835 entdeckte Charles Darwin 14 Finkenarten auf den Galapagosinseln. Er erkannte, dass die Finken aus nur einer einzigen Art hervorgegangen waren. Diese Erkenntnis wurde Grundlage für seine Evolutionstheorie. Sie besagt, dass Arten nicht von vornherein unveränderlich sind, sondern das sich Eigenschaften innerhalb einer Population verändern können. Es müssen bestimmte Varianten in einer Umgebung erfolgreicher sein als andere und ihre vererbbare Abweichung einen Selektionsvorteil darstellen. Die Darwinfinken oder auch Galápagos-Finken sind etwa 20 Zentimeter groß.

Wie kommen Darwinfinken auf den Galapagosinseln?

Man nimmt an, dass vor sehr langer Zeit einmal ein Finkenschwarm, vielleicht mit einem Sturm, von Südamerika zu den fast 1000 Kilometer entfernten Galapagosinseln gelangte. Dort gab es kaum andere Vögel, die eine Konkurrenz für die Finken darstellten. Die ökologischen Nischen für Insekten– und Früchtefresser sowie für Arten, die im Holz nach Nahrung suchen, waren unbesetzt. Aus dieser einen Finkenart entwickelten sich allmählich verschiedene spezialisierte Arten.

Steckbrief Darwinfinken

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Überfamilie: Passeroidea
  • Familie: Tangaren (Thraupidae)
  • Unterfamilie: Coerebinae
  • ohne Rang: Darwinfinken
  • Wissenschaftlicher Name: Geospizini
  • Größe der Darwinfinken etwa 20 Zentimeter. Die Vögel unterscheiden sich wesentlich durch die Form und Größe ihres Schnabels und speziell ihrer Lebens- und Ernährungsweise. Außerdem haben sie verschiedene Gesänge.
  • Foto: Lip Kee – cc