Brillenschlange kommt auch in großen Höhen vor

Brillenschlange

Die Brillenschlange können Besucher Indiens von Schlangenbeschwörern zu Gesicht bekommen, was mittlerweile verboten ist.

Die Brillenschlange wird auch Kobra genannt. Wenn sie gereizt wird, stellt sie das vordere Drittel ihres Körpers senkrecht und verbreitert ihn, indem sie eine Anzahl der vorderen Rippenpaare seitlich richtet. Der Kopf bleibt dabei in waagerechter Stellung. Von diesem hebt sich eine auffallende Zeichnung ab, der man eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Brille zuspricht. In dieser Haltung schlängelt die Brillenschlange auf den Gegner zu. Ihre Färbung ist gelbbraun mit blaugrauem Schimmer. Die Giftschlange ist vom südlichen Himalaya bis Sri Lanka verbreitet.

Im Himalaje wird sie noch in 2500 Meter gefunden. Einen bestimmten Lebensraum hat sie nicht, sie sucht sich überall die Nahrung und auch in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Dort fängt das Tier Ratten und Mäuse. Im allgemeinen weicht die Brillenschlange bei Annäherung des Menschen zurück und beißt erst nach öftereren Reizungen zu. Dabei dringen ihre kurzen Giftzähne meist nicht durch die Kleidung. Die giftige Schlange erreicht eine Länge von 1,3 bis 1,75 Meter. Sie ist ein gefährliches Tier und kann auch Drüsensekret ausspeien.

Steckbrief Brillenschlange

Naja naja

Brillen- oder Kobraschlange (Naja naja)

Sytematik

  • Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
  • Überfamilie: Elapoidea
  • Familie: Giftnattern (Elapidae)
  • Unterfamilie: Echte Giftnattern (Elapinae)
  • Gattung: Echte Kobras (Naja)
  • Art: Brillenschlange
  • Wissenschaftlicher Name: Naja naja
  • Brillenschlangen sind tag- und nachtaktiv und besiedeln Mittelgebirgswälder ebenso wie Tieflandswälder und Reisfelder.
  • Fortpflanzung Brillenschlange: Die Paarungszeit findet das ganze Jahr über statt. Hat sich ein paarungsbereites Pärchen gefunden, so erfolgt die Paarung schlangentypisch durch gegenseitiges Umschlingen. Das Männchen dringt mit seinem Geschlechtsorgan in die Kloake des Weibchens ein. Das Weibchen legt 10 bis 20 Eier ab, die meist in einem hohlen Baum oder an ähnlich geschützten Plätzen abgelegt werden. Das Weibchen bewacht das Gelege bis zum Schlüpfen der Jungtiere. Je nach Umgebungstemperatur von 50 bis 60 Tagen erblicken die Jungschlangen die Welt und haben eine Schlupflänge von 25 bis 30 cm. Sie verfügen bereits über den charakteristischen Nackenschild und haben voll ausgebildete Giftdrüsen.
  1. Foto: Von Bernard DUPONT – CC BY-SA 2.0
  2. David Clode