Braunes Langohr ist ein Flugkünstler

Braunes Langohr

Braunes Langohr

Mit Einbruch der Nacht beginnt das Leben der Fledermäuse. Das Braune Langohr (Plecotus auritus) sucht auch in alten Gemäuern nach Ohrwürmern, Raupen und Spinnen oder nach einem Quartier. Diese kleine Tiergruppe ist an menschliche Bauwerke angepasst und der ….

Bedarf an Unterschlupfmöglichkeiten verschwindet leider immer mehr. Der Grund hierfür sind Sanierungsarbeiten oder heute übliche Bautechniken und Wärmeschutzmaßnahmen. Die Langohren sind Flugkünstler und jagen im Wald, Gärten und um Wohngebäuden auf Motten, Wickler und fliegende Spanner. Sie können wie ein Turmfalke rüttelnd in der Luft auf der Stelle stillstehen und sogar rückwärts fliegen.

Braunes Langohr Steckbrief

Systematik

  • Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
  • Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
  • Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
  • Unterfamilie: Eigentliche Glattnasen (Vespertilioninae)
  • Gattung: Langohrfledermäuse (Plecotus)
  • Art: Braunes Langohr
  • Wissenschaftlicher Name: Plecotus auritus
  • Größe: Eine Körperlänge von 42 bis 53 cm. Die Spannweite beträgt 24 bis 29 cm. Das Gewicht von 5 bis 11 Gramm.
  • Das grau/braune Fell ist lang und locker. Der Rücken ist hellbraun, der Bauch hellgrau.
  • Die auffälligen Ohren sind etwa 4 cm lang beinahe so lang wie der Körper selbst.
  • Die Ohren sind nur in der Ruhe oder zu Beginn des Fluges aufgestellt.
  • Die Augen sind auffallend groß.
  • Verbreitungsgebiet: Das Tier kommt fast in ganz Europa außer von Nordskandinavien vor. Auch in Nordafrika gibt es einige Exemplare.

Lebensraum

  • Das Braune Langohr liebt Wärme. Im Tiefland besiedeln die Tiere Baumhöhlen in Laub- und Nadelwäldern. Sie besetzen auch menschlichen Siedlungsraum in frostfreien Dachböden, Kellern oder in unterirdischen Höhlen.

Nahrung

  • Die Jagdzeit der Tiere beginnt in der Dämmerung auf Insekten, Spinnen, Falter, Raupen und Käfern.

Fortpflanzung Braunes Langohr

  • Die Paarungszeit der Fledermäuse ist im Herbst.
  • Der Samen vom Männchen wird im Fortpflanzungstrakt des Weibchens aufbewahrt.
  • Im Frühling kommt es zur Befruchtung
  • Im Juni wird ein Jungtier geboren.
  • Die Geschlechtsreife des Jungtieres wird mit einem Jahr erreicht.
  • Foto: Von Medi Ambient. Generalitat de Catalunyacc
Hinweis: Basstölpel und Trottellummen