Bisons waren einst die Nahrungsquelle der Indianer

Freilebende Bisons

Freilebende Bisons

Die Bisons, die in großen Herden durch die Graslandschaften Nordamerikas zogen, stellten für die Prärie-Indianer eine unerschöpfliche Nahrungsquelle dar. Bis zum Eintreffen der Europäer wurden die Bisons (Büffel) aber nur sparsam bejagt. Erst nach dem Auftreten der Europäer und der Einführung des Hauspferdes änderte sich alles. Mit Pferden konnten jetzt die Indianer die Bisons effektiver bejagen. Und so entwickelte sich bei den Präriestämmen eine völlig neue Lebensform. Die Tiere lieferten ihnen nicht nur Fleisch, sondern auch Felle, Knochen und vieles mehr. Die Indianer erlegten nur wenige Bisons und gefährdeten niemals den Fortbestand der Tierart.

Bisonjagd

Organisierte Bisonjagd der Indianer mit Pferde.

Erst als die Weißen in die Prärie vordrangen, begannen die Bisonherden zu schwinden. Die Tiere wurden zunächst zur Gewinnung von Fleisch und Fellen abgeschlachtet. Jedoch später diente die systematische Ausrottung der Tiere politischen Zwecken. Die Indianer sollten sich in den Reservaten mit den Rindern begnügen, die ihnen die Regierung zur Verfügung stellte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Bisons vom Aussterben bedroht. Im letzten Augenblick konnten sie durch die Bemühungen der Naturschützer gerettet werden. Es wurden Schutzgebiete eingerichtet und größtenteils mit Tieren bevölkert, die in Gefangenschaft überlebt hatten. Heute haben sich die Nachkommen wieder auf etwa 20.000 freilebende Tiere vermehrt. Die Riesenherden von einst sind zwar verschwunden, aber die Art ist gesichert.

  1. Foto: Von Lesly Derksen
  2. SMU Libraries Digital Collections – cc