Beuteltiere sind eine sehr alte Tiergruppe

Beuteltiere

Beuteltiere leben mit etwa 260 Arten auf unserer Erde.

Man vereinigt unter den Namen Beuteltiere eine nicht unbeträchtliche Anzahl verschiedenartiger Säuger. Die Tiere haben nur den Beutel und die damit verbundene gemeinsame Fortpflanzungsweise. Ihre äußere Gestalt dagegen ist sehr verschieden und erinnert an die unterschiedlichen Ordnungen der höheren Säuger. Abgesehen von seinem Beutel erscheint einen der Beutelwolf als ein ziemlich wohlausgebildeter Hund, der Koala als ein beim Schaffen verunglückter Marder, der Beutelmilch als Vorbild des zierlichen Eichhörnchens und der Wombat als der erste, aber entschieden verfehlte Versuch eines Nagetieres. Die Ähnlichkeit der Gestalt bedingt auch Ähnlichkeit in der Lebensweise. So sind die einen Beuteltiere Raubtiere, die anderen Nager; diese leben auf dem festen Boden, jene auf Bäumen und einige sogar im Wasser. Die meisten sind Nachttiere, jedoch viele auch bei Tag tätig. Als das größte lebende Beuteltier gilt das Rote Riesenkänguru mit bis zu 1,8 Meter Höhe.

Amerikanische Beuteltiere

Unter den Beuteltieren ist das Nordamerikanische Opossum (Didelphis virginiana) wohl das bekannteste Tier. Es kommt in den Vereinigten Staaten von Texas bis New York vor. Das Opossum ist baumbewohnend, aber auch oft auf der Erde anzutreffen, obwohl es sich hier nur sehr langsam und unbeholfen bewegt. Die Brunstzeit liegt im April. Nach nur kurzer Tragezeit von 14 Tagen kommen die Jungen schon in den Beutel, der mit 5 bis 13 Zitzen gut ausgebildet ist. Die Leibeslänge der erwachsenen Tiere beträgt über 50 cm, die des Schwanzes 30 bis 40 cm. Als Allesfresser dringt das Opossum oft in Hühnerställe ein, tötet viele Tiere und saugt ihr Blut aus. Oft frisst es auch die Eier auf, wird also in jedem Fall dem Hühnerhalter sehr lästig. Wird es entdeckt und mit Schlägen bedacht, so stellt es sich tot und oft glaubt der Verfolger das Tier sei tot und so überlebt es.

Foto: Von David Clode