Antilopen sind Hornträger

Antilopen

Antilopen durchstreifen die afrikanischen Grasfluren von Norden bis zum Süden.

Die großen Wanderherden

Viele afrikanische Huftiere unternehmen in den Steppen weite saisonale Wanderungen. In Ostafrika, wo Hunderttausende von Streifengnus bei Anbruch der Trocken- und Regenzeiten ziehen, ist die Herdenwanderung ein spektakulärer Vorgang. Weiter nördlich sind die jahreszeitlich bedingten Wanderbewegungen der Huftiere weniger auffällig. Es beteiligen sich an ihnen nicht so gewaltige Tiermassen wie in den ostafrikanischen Steppen. Die Antilopen verbringen sehr viel Zeit mit Äsen, so dass nur selten Gelegenheit hat sie zu beobachten, dass die Tiere tatsächlich ihre Weidegründe wechseln.

Während der Wanderschaft treten Rotstirngazellen, Wasserböcke, Pferdeantilopen, Elenantilopen und Kuhantilopen gewöhnlich in Herden auf, während die meisten anderen Antilopenarten in kleineren Gruppen oder einzeln umherziehen. Die Leierantilopen können sich zu tausendköpfigen Herden zusammenschließen und wandern oft zusammen mit Kuhantilopen, gelegentlich auch mit Grasantilopen und Büffeln. Weitgehend dieselben Biotope wie die Antilopen in der Steppe, allerdings auch den Wald, bewohnt der mächtige Kaffernbüffel.

Die Grasantilope

Grasantilopen

Die Grasantilope wird auch Uganda-Kob genannt.

Ziemlich weit verbreitet ist die Grasantilope. Sie bewohnt den nördlichen Steppengürtel sowie Gebiete südlich des Äquatorialwaldes. Die Böcke wiegen durchschnittlich etwa 100 Kilogramm und haben eine gutproportionierte, anmutige Gestalt und ein prächtiges, rötlichbraun schimmerndes Fell. Die ausgewachsenen Männchen tragen kräftige Hörner, die leierartig nach hinten und oben gerichtet sind. Die Grasantilope ist erstaunlich unempfindlich gegen große Hitze. Sie sucht nur selten den Schatten auf, selbst nicht in den heißesten Tagesstunden, sondern grast auf offenem Gelände. Die Tiere sind sehr flink, eine nützliche Eigenschaft, denn in bestimmten Gegenden sind sie die Lieblingsbeute der Löwen. Sie können selbst in der Kurzgrassavanne hoch in die Luft springen, wahrscheinlich um einen besseren Überblick über die Umgebung zu gewinnen.

  1. Foto: Markus Jaschke – cc
  2. Foto: Gilles Bassière – cc