Ameisen sind faszinierende Lebewesen

Die Rote Waldameise (Formica rufa) gehört zur Gattung der Waldameisen (Formica) in der Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae).

Die Rote Waldameise (Formica rufa) gehört zur Gattung der Waldameisen (Formica) in der Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae).

Die Ameisen (Formicidae) sind wichtige Entsorger von Abfällen für das Ökosystem, indem die emsigen Arbeiter tote Tiere sammeln und verwerten. Die Ameise lebt in arbeitsteiligen Insektenstaaten. Die Tiere tragen

in ihren Nestern auch Nährstoffe hinein. Die Insekten lockern den Boden auf und machen ihn gleichzeitig fruchtbarer. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 11.000 Ameisen Arten, in Europa etwa 200. Ameisen verständigen sich ohne Worte, sie legen eine Duftspur zwischen Nest und Futterquelle, um Artgenossen den Weg zu weisen.

Arbeitsteilung Ameisen

Ameisen sind soziale Insekten, ebenso wie Termiten, Bienen und Wespen und leben in Kolonien. Zu einer typischen Ameisenkolonie gehört immer eine Königin, deren einzige Funktion darin besteht, Eier zu legen. Die Arbeiterinnen kümmern sich um die Königin, ziehen die Larven auf und suchen nach Nahrung. Die einzige Funktion der kurzlebigen Männchen besteht in der Paarung mit der Königin. Nur manche Arten haben auch spezielle Soldaten (Wächter), die das Nest selbst und nahrungssuchende Truppen außerhalb des Nests schützen.

Was eine Ameise frisst

Ameisen sind die artenreichste Gruppe der fleisch- und aasfressenden Tiere. Besonders in den Tropen haben sie eine zentrale Funktion. Viele Ameisen bauen Nester, die sie über lange Jahre bewohnen, während die afrikanischen Treiberameisen nomadisch leben. Das heißt, die tragen bei ihrer Jagd- und Beutezügen Eier, Larven und Königin in ihrer Kolonne mit.

Wie die Ameise überwintert

Die Ameisen besitzen in ihren Körpern ein eigenes Frostschutzmittel. Eine Ameisenart in Sibirien hält sogar Temperaturen bis zu minus vierzig Grad aus. In den kalten Wintermonaten fallen dann die Insekten in eine Winterstarre. Dazu graben sie sich im tiefen Erdreich ein, dass oft bis zu mehrenen Metern betragen kann. Ihr Bau über der Erde schützt sie dabei noch zusätzlich vor dem Frost. Während der gesamten Kältezeit beschränken sich Ameisen auf das Nötigste und nehmen dabei keine Nahrung auf.

Ameisen löschen Waldbrände

Es konnte wiederholt festgestellt werden, dass Ameisen nicht nur glimmende Zigarettenstummel auslöschen können, sondern unter Umständen sogar die von nicht ordentlich abgelöschten Lagerfeuern. Zu Tausenden rücken sie dann dem entstehenden Feuer zu Leibe und verhindern ausgehende Waldbrände.

Es sind nur winzige Säuremengen, die jedes einzelne Tierchen als Feuerwehr verspritzt. Wenn auch Tausende dabei zugrunde gehen und verbrennen. Sie werden zuweilen doch der Gefahr Herr, vor allem, wenn es sich noch um das Entstehungsstadium des Feuers handelt. Außer als Waldfeuerwehr betätigen sich die Ameisen auch höchst erfolgreich in der Schädlingsbekämpfung. Ein einziges Ameisenvolk vermag jährlich bis zu 100 000 Insekten und Larven zu vertilgen.

Ameisen Steckbrief

Systematik

  • Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
  • Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
  • Überfamilie: Vespoidea
  • Familie: Ameisen
  • Wissenschaftlicher Name: Formicidae
  • Größe: Von 0,7 bis 20 mm, Ameise Gewicht 4 bis12 mg.
  • Ameisen besitzen einen Panzer aus Chitin.
  • Ameise Körperbau: Die Insekten haben sechs Beine und der Körper ist in drei Abschnitte gegliedert. Einmal der Kopf, die Brust und der Hinterleib. Am Kopf sitzen zwei Fühler (Antennen), die zur Orientierung dienen. Die Tiere sind mit beißenden Mundwerkzeugen ausgestattet.
  • Ameisen haben viele Drüsen, die Stoffe zum Verständigen und zur Abwehr produzieren. Die Tiere Haben einen hochentwickelten Geruchssinn mit dem sie fremde Artgenossen, die nicht aus ihren eigenen Staat stammen sofort unterscheiden können.
  • Die Farben der Ameisen sind schwarz, rot, braun und gelb.
  • Ameisen leben in Insektenstaaten in Arbeitsteilung, die immer in wenigsten sogenannten Kasten unterteilt werden. Das sind fruchtbare Weibchen (Königinnen), fruchtbare Männchen und Arbeiterinnen.
    Verbreitung: Die Ameise kommt auf der ganzen Welt vor, außer der Antarktis.
  • Lebensraum: Die Ameise kommt in Wäldern und Wiesen vor.
  • Feinde Ameisen: Das sind Vögel, Spinnen und Amphibien.
  • Fortpflanzung: Die Paarungszeit der Ameisen findet im Frühjahr statt.
  • Die Königinnen legen Eier, die Arbeiterinnen bringen die Eier in die Brutkammern.
  • Aus den Eiern schlüpfen Larven, die ähnlich wie Maden aussehen. Die werden von den Arbeiterinnen mit Nahrung versorgt.

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Foto: cc – Von Jürgen Mangelsdorf