Der Alligator steht unter Naturschutz

Alligator

Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis)

Es gibt 8 Arten von Alligatoren (zusammengefasst in die Echten Alligatoren und Kaimane), die zur Familie der Krokodile gehören. Der berühmteste ist der Mississippi-Alligator ein Bewohner der Everglades. Das Süßwassertier wird einem Menschen nicht gefährlich und wagt sich selten bis ins Brackwasser vor. So kann sich der Alligator in seinem Verbreitungsgebiet nicht mit dem weniger bekannten Spitzkrokodils (Crocodylus acutus) überschneiden. Das Tier lässt sein lautes Bellen nicht nur in der Paarungszeit, sondern das ganze Jahr über hören. Die eigentliche Werbung geht eher leise und sanft vonstatten. Bei der Paarung liegen beide Partner Seite an Seite im seichten Wasser und das männliche Krokodil streichelt das Weibchen hin und wieder mit seinem Vorderbein. Später schiebt das Tier dann den Kopf unter der Partnerin und reibt ihre Kehle, während es neben ihrem Kopf Luftblasen aufsteigen lässt. Bald darauf findet die Paarung statt und beide Partner bleiben oft im weiteren Umkreis des Reviers zusammen.

Spitzkrokodil

Spitzkrokodil (Crocodylus acutus)

Nach etwa zwei Monaten beginnt das Alligator-Weibchen mit dem Nestbau, indem es Teile von Pflanzen und Schlamm mit dem Rumpf und Schwanz zusammenscharrt. Ist das Bauwerk nach wenigen Tagen aus den möglichen Materialien fertig, höhlt das Weibchen oben mit einem Hinterbein eine Vertiefung aus. Dann steigt es über das Loch und legt 30 bis 50 ledrige Eier ab, deren Fall es mit dem Hinterfuß abbremst. Nach der Eiablage schiebt sich die Panzerechse zur Seite, ohne das Gelege mit ihrem Gewicht zu erdrücken und deckt die Vertiefung mit Pflanzen und Schlamm sorgfältig zu. Während sich ihre Jungtiere entwickeln, bleibt das Weibchen in der Nähe des Nestes und attackiert fauchend jeden Eindringling. Einen Beißversuch macht es aber nicht.

Der China-Alligator (Alligator sinensis)

China-Alligator

China-Alligator (Alligator sinensis)

Der China-Alligator hat die Gestalt wie die amerikanischen Alligatoren. In früheren Zeiten erstreckte sich das Vorkommensgebiet des Tieres über weite Landstriche Ostasiens. Doch heute beschränkt es sich auf den Unterlauf des Jangtse mit seinen Seen und überschwemmten Feuchtgebieten. Hier überlebt diese Art in der für den Menschen unbewohnbaren Sumpflandschaft, in tiefen Seen und in den Wasserläufen, die wie ein Labyrinth die Sümpfe durchziehen. Der China-Alligator wird nicht viel länger als anderthalb Meter, der aber in altchinesischen Berichten als doppelt so lang beschrieben wird.

Das Krokodil räumt unter den zahllosen Schildkröten, die den Jangtse bewohnen gewaltig auf. Weiterhin werden Wasservögel und kleine Säugetiere erbeutet. Weil die Temperaturen und die Wasserstände des Jangtse in der Jahreszeit stark schwanken, hält der Alligator ein Winterschlaf ab. Er gräbt sich etwa zwei Meter tief in das Flussufer ein. In der warmen Witterung baut sich das Tier ein unordentliches Nest, dass es gegen jeden Eindringlich verteidigt.

Steckbrief Alligatoren

Systematik

  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • ohne Rang: Amnioten (Amniota)
  • ohne Rang: Sauropsida
  • ohne Rang: Archosauria
  • Ordnung: Krokodile (Crocodylia)
  • Familie: Alligatoren
  • Wissenschaftlicher Name: Alligatoridae
  • Lebensräume der Alligatoren sind bevorzugt Sümpfe und Seen, die ein Alter bis 100 Jahren erreichen können.
  • Der Mississippi-Alligator und die amerikanischen Kaimane sind in Amerika beheimatet. In der Volksrepublik China lebt der China- Aligator.
  • Alligatoren können sich nicht im Rückwärtsgang bewegen.
  • Ein Weibchen kann nach der Paarung bis zu 50 Eier legen. Das Gelege wird in ein Nest aus verrotteten Pflanzenteilen von den entstehenden Faulgasen durch wohlige Wärme ausgebrütet.
  • Mit etwa zwei Monaten schlüpfen die 15 bis 20 cm großen Jungtiere aus. Das Muttertier beschützt ihre Jungen in den ersten zwei Lebensjahren vor Waschbären, Schlangen und anderen Räubern.
  1. Foto: Donald Hobern – cc
  2. Foto: Loïc Denès
  3. Foto: Von vladeb