Alkenvögel brüten in der Regel an Steilklippen

Alkenvögel

Alkenvögel – Eine Kolonie von Dickschnabellummen.

Die Alkenvögel umfasst nur eine Familie mit 12 Gattungen und ca. 2 Arten. Die Vögel leben an den felsigen Küsten, der nördlichen Teile des Pazifiks bis zur Beringsee, des Atlantiks und des Eismeeres. Auch an unserer Ost- und Nordsee leben sie. Sie sind ausgesprochene Meeresvögel, gute Schwimmer und gewandte Taucher, die nur zur Brutzeit an Land kommen. Unter Wasser benutzen Alkenvögel ihre Flügel zum Rudern und vor allem ist der Unterarm sehr kurz. Die schmalen Ruderflügel befähigen die Vögel auch nur zu einem schwirrenden Flug, der gewöhnlich in geringer Höhe nur über kurze Strecken geht. Das Gefieder der Alken, dieser schwarz-weißen Wasservögel, ist eng anliegend dicht und in beiden Geschlechtern sehr ähnlich. Ihre Beine sind weit zurückgesetzt, der Lauf sehr kurz und die drei Vorderzehen mit Schwimmhäuten verbunden. Die Hinterzehe fehlt oder ist verkümmert.

Papageitaucher

Unter Alkenvögel ist der Papageitaucher ein kurioser Vogel.

Auf dem Lande sieht man die Alkenvögel meist in aufrechter Haltung auf den Felssimsen stehen. Der kurze Schnabel ist oft seitlich zusammengedrückt und bei manchen Tieren sehr hoch. Bei einigen Arten, z.B. beim Papageitaucher, wird ein Teil zur Brutzeit getragenen Hornbedeckung des Schnabels zur Mauserzeit in 8 einzelnen Teilen abgeworfen. Das Gelege besteht im allgemeinen aus einem einzigen Ei von beträchtlicher Größe. Die Jungen werden in einem Dunenkleid geboren und erhalten noch im Nestlingsdasein ein zweites Halbdunenkleid. Die Nahrung der Alkenvögel bilden vor allem Fische, aber auch Mollusken, Krebse und andere Meerestiere.

Der Riesenalk ist ein ausgestorbener flugunfähiger Seevogel

Riesenalk

Riesenalk

Der Anfang des vorigen Jahrhunderts ausgestorbene Riesenalk (Pinguinus impennis) verlor infolge seiner Größe völlig das Flugvermögen. Das letzte Paar wurde 1844 an der Küste Islands erschlagen. Das Gefieder der Alken, dieser schwarz-weißen Seevögel, ist eng anliegend und dicht und in beiden Geschlechtern sehr ähnlich. Ihre Beine sind weit zurückgesetzt, der Lauf ist sehr kurz und die drei Vorderzehen mit Schwimmhäuten verbunden. Die Hinterzehe fehlt oder ist verkümmert. Auf dem Lande sieht man sie meist in aufrechter Haltung auf den Felssimsen stehen. Der kurze Schnabel ist oft seitlich zusammengedrückt und bei manchen Tieren sehr hoch.

Alkenvögel: Die Trottellumme brütet auch auf Helgoland

Trottellumme

Trottellummen sind gesellige Vögel.

Die etwa stockentengroße Trottellumme (Uria aalge) hat einen schlanken spitzen Schnabel. Der Seevogel ist über den Stillen und Atlantischen Ozean und Nord- und Ostsee verbreitet. Im Süden trifft man die Alkenvögel noch in Kalifornien, Nordwestfrankreich und Portugal an. Die Vögel brüten in großen Kolonien. Anfang Mai werden die Brutplätze besetzt, um die oft hart gekämpft wird. In der Kolonie herrscht dann ein ohrenbetäubendes Geschrei. Überall hört man die rauhen, langanhaltenden, wie „arrr“ oder „ärra“ klingenden Rufe.

Fortpflanzung Trottellumme

Das einzige Ei wird meist Anfang Juni ohne jegliche Unterlage auf den nackten Fels, auf schmale Gesimse oder in Nischen der steilen Felswände abgelegt. Seine kreiselförmige Gestalt verhindert das Abrollen von der schmalen Unterlage. Trotzdem stürzen viele Eier bei den häufigen Streitigkeiten in die Tiefe. Regelmäßig kommt es zu Nachgelegen. Die Eier variieren sowohl in der Grundfarbe (weiß bis dunkelgrün) wie in der Fleckung (dunkelrot bis schwarz) sehr stark. Beide Altvögel brüten und lösen sich regelmäßig ab. Die Brutdauer beträgt 28 bis 33 Tage. Nach 3 bis 4 Wochen locken die Eltern am Fuße der Felsen schwimmend ihr Junges, das kaum halbbefiedert ins Meer springt, wo es noch einige Zeit von den Alten geführt wird. Sie sind Strich- und Zugvögel, doch klingt ihr Wandertrieb mit zunehmendem Alter ab.

  1. Foto: Von Ron Knight – CC BY 2.0
  2. Ray Hennessy
  3. Von cc– C.E. Gotz
  4. 4. NOAA