Abwehrstrategien von Tieren in Gefahr

Pfeilgiftfrosch

Pfeilgiftfrosch

Tiere behaupten sich mit individuellen Abwehrstrategien gegen ihre Feinde, wenn sie bedroht werden. Viele Tiere können im Gegensatz zu Pflanzen und Pilzen die Flucht ergreifen. Manche Tiere wehren sich aber mit verblüffenden Strategien. Hier stellen wir ein paar Tiere vor, die wirksame Schutzanpassungen im Verlauf der Evolution gegen ihre Fressfeinde entwickelt haben.

Interessante Abwehrstrategien bestimmter Tiere

In der Evolution haben viele Tierarten bemerkenswerte Selbstverteidigungsstrategien etnwickelt.

Die Pfeilgiftfrösche

Die bunten Frösche sind in der Lage, über ihre Haut ein hochgiftiges Sekret abzusondern, dass selbst große Tiere und Menschen innerhalb von zwanzig Minuten lähmen und töten kann. Es reichen schon zwei Millionstel Gramm Gift vom Pfeilgiftfrosch aus, um einen Herzstillstand und Atemlähmung auszulösen. Zwei Arten der Pfeilgiftfrösche zählen zu den giftigsten Tieren der Welt: Der Goldene Giftfrosch und der Blaue Baumsteiger. Das Gift nehmen die Frösche über die Nahrung auf.

Die Kugelfische

Die Kugelfische sind extrem giftige Tiere. Bei Gefahr pumpen sich die Fische zu einem runden Ball auf. Das erreichen sie, indem sie übermäßig viel Wasser in ihren Körper saugen. Mit ihren aufgestellten Stacheln können Kugelfische Angreifer tödlich vergiften. Manche Fische können sich sogar noch im Magen ihrer Fressfeinde aufblähen. Das Gift der Tiere ist auch als Tetrodotoxin bekannt, dass 1.200 Mal tödlicher ist als Zyanid! Sein Gift produziert der Kugelfisch nicht selbst, er nimmt es über die Nahrung von verschiedenen Krebsen, Würmern und Rotalgen auf.

Die Krötenechsen

Die Krötenechsen sehen wirklich nicht appetitlich aus. Die Tiere haben eine wirksame Geheimwaffe. Will ein Kojote, ein Fuchs, ein Greifvogel oder Schlange die Krötenechse zu Leibe rücken, wird das Raubtier mit Blut aus ihren Augen bespritzt. Die Echse ist in der Lage dazu kleine Blutgefäße in ihren Augen platzen zu lassen. Aus denen schießt dann das Blut heraus. Die Abwehr mit dem Blut soll den Angreifern das Fressen verderben. Es stinkt sehr unangenehm und schmeckt sehr bitter. Die Krötenechse kann bei der Abwehrstrategie selber verbluten, denn sie verliert knapp ein Viertel ihres Blutes.

Die Schleimaale

Wird der Schleimaal bedroht, sondert er über seine Haut übermäßig viel Schleim ab. So ist der Aal für Angreifer schwer zu fassen. Der Schleim des Urzeit-Tieres hat die Eigenschaft, den größeren Räubern wie Haien oder Rochen das Maul zu verkleben. Damit vergeht den Raubfischen der Appetit. Mit dieser Abwehrstrategie hat der Schleimaal seit mehr als 300 Millionen Jahren Erfolge zu verzeichnen. Die Fische ernähren sich von Aas, die in den Weltmeeren in den Tiefen bis zu 20.000 Metern vorkommen.

Die Honigbienen

Honigbienen greifen energisch an, wenn man ihnen den Honig stehlen will. Wollen diebische Hornissen den Honig rauben, werden sie regelrecht zu Tode geschwitzt. Der Feind wird vom gesamten Bienenvolk mit Körperwärme bedrängt und regelrecht zu Tode geschwitzt. Der Bienenstock wird mit heftigen Flügelschlägen bis zu 45 Grad Celsius erhitzt. Wirkt das nicht vollständig auf die Angreifer, wird eine Hitzewelle verstärkt auf die Atemöffnungen gelenkt. Das ist eine gute Abwehrstrategie falls der Stachel der Bienen einmal versagen sollte.

Abwehrstrategien Säugetiere

Die Faultiere

Faultiere leben in den Tropen, die eine hilfreiche Verteidigungsstrategie entwickelt haben. Die Bewegungen der Tiere sind langsam oder sie bewegen sich gar nicht. So werden die Tiere von vielen Fressfeinden nicht wahrbenommen. Hinzu kommt noch die braune Fellfarbe der Faultiere, die sie in den Ästen hoch auf Bäumen gut tarnt. Von Raubkatzen, den großen Harpyia Greifvogel oder Schlangen werden Faultiere dann oft übersehen.

Die Stinktiere

Das Stinktier kann sehr unangenehme Düfte verteilen, wenn Angreifer das Tier bedrängen. Sein weiß-schwarzer gehobener Schwanz signalisiert warnend den Kojoten, einen Puma oder Eulen Abstand zu halten. Lassen sich die Raubtiere damit nicht beeindrucken, schleudert das Stinktier ihnen ein übelriechendes Gemisch aus Schwefel und Stickstoff entgegen. Die Stinkbombe ist nicht giftig nur sehr unangenehm im Geruch. In einigen Fällen kann das stinkende Gemisch kurzzeitig zur Erblindung führen oder ein starkes Brennen der Augen bewirken.

Foto von Ruben Engel